Wie in einem Schaugarten werden im neuen „LoRaPark“ auf dem Weinhof in Ulm sensorbasierte Lösungen für den städtischen Alltag gezeigt. Die interaktive Ausstellung wurde vom Verein „initiative.ulm.digital“, von der „Digitalen Agenda“ der Stadt Ulm und dem Unternehmen citysens mit Unterstützung lokaler Firmen initiiert und umgesetzt. Der „LoRaPark“ wurde am Mittwochabend eröffnet und ist täglich geöffnet. Der Eintritt ist frei. Die Eröffnungsfeier war prominent besetzt, neben anderen mit SWU-Chef Klaus Eder,  Dr. Stefan Bill. Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse sowie den drei Ulmer Bundestagsabgeordneten Hilde Mattheis (SPD), Ronja Kemmer (CDU) und Alexander Kulitz  (FDP).

Der Name LoRaPark lehnt sich an das Netzübertragungsprotokoll LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) an, über das Messdaten besonders energieeffizient übertragen werden. Im innovativen LoRaPark, der am Mittwoch von Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch eröffnet wurde, wird im Rahmen des Bundesprojekts „Zukunftsstadt 2030“ gezeigt, wie die praktischen Anwendungen verschiedenster Sensoren das Leben in Ulm zukünftig einfacher und bequemer gestalten könnten.
Beispielsweise wird erklärt, wie die neue Technik Luftqualitäts- und Geräuschmessung sowie Parkraumüberwachung vereinfacht. Es wurden Einzelparkplatzsensoren auf Sonderparkplätzen (Handicap, Familie, E- Auto) angebracht, so dass online (ulmerleben.de) nicht nur die
Gesamtzahl von freien Parkplätzen – diese Möglichkeit besteht schon länger-, sondern auch von den Sonderparkplätzen eingesehen werden kann. Zudem werden auf einem zwei Meter hohen Display die
gesammelten Daten visualisiert und erklärt.
Auf einer Webseite (lorapark.de) können die Informationen, beispielsweise über einen Riss-Sensor am Münster, ebenfalls abgerufen werden. Der LoRaPark ist das Ergebnis eines von der Stadt Ulm bundesweit ausgeschriebenen Innovationswettbewerbs. Eine Fachjury aus Deutschland kürte die citysens GmbH mit dem Konzept „LoRaPark“ zum Sieger des Wettbewerbs und mit einem Preis von 60.000 Euro für die Umsetzung. Der Schaugarten wurde im Auftrag der „Digitalen Agenda“
der Stadt Ulm von der „initiative ulm digital“ und citysens umgesetzt.
Namhafte Projektpartner und Sponsoren haben zur Verwirklichung beigetragen, so die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm, das Digitalisierungszentrum Ulm, Alb-Donau, Biberach e.V., die Sparkasse
Ulm sowie die Universität Ulm und die Technische Hochschule Ulm.
„Der LoRaPark soll ein Ort der Begegnung und des Lernens werden, der Bürgern und Bürgerinnen aller Generationen die digitalen Möglichkeiten der Zukunftsstadt Ulm anschaulich vor Augen führt“, lobt auch der Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch das Konzept.
Für Idee und Umsetzung der insgesamt 19 Stationen des Lehrpfads zeichnen das Unternehmen citysens und die Mitglieder des Vereins „initiative ulm digital“ verantwortlich, die Fachwissen und erhebliche
zusätzliche Finanzmittel eingebracht haben. Für den LoRaPark investierten citysens und die Digitalinitiative zusammen mit Sponsoren nicht nur einen sechsstelligen Betrag, sondern auch hunderte Entwicklungsstunden.
„Ulm ist weltweit führend beim Einsatz der LoRaWan-Technologie“, erklärt Andreas Buchenscheit, der diesen fachlich vorantreibt. „Unser LoRaPark veranschaulicht interaktiv und verständlich, was die energiesparende und einfach einsetzbare Technik zum Wohl der Stadt und ihrer Bürgerschaft
zu leisten vermag“. „Es ist ein tolles Experimentierfeld für Privatpersonen, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, “ ergänzt Antonija Scheible von der citysens GmbH.
„Der Ulmer Weg des gemeinschaftlichen Vorgehens hat beim LoRaPark ein einzigartiges Ergebnis erreicht“, betont Sabine Meigel von der „Digitalen Agenda“ der Stadt, die die Infrastruktur für den LoRaPark mitten in der Altstadt zur Verfügung stellt. „Ich freue mich sehr, dass die
bundesweit zusammengesetzte Expertenjury im Herbst 2019 beim Innovationswettbewerb zur Zukunftsstadt 2030 der Ulmer Kooperation aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bürgerschaft den ersten Preis verliehen hat“, so Sabine Meigel bei der Eröffnung des LoRaParks, der stetig ausgebaut und ergänzt werden soll, am Mittwochabend auf dem Weinhof. Bereits jetzt laufen einige Abschluss- und Forschungsarbeiten in Kooperation mit der Universität Ulm und der Technischen Hochschule
Ulm sowie private Experimente aus dem Verschwörhaus im LoRaPark.

Stationen und Sensorschilder im LoRaPark

Wetterstation #1:
Diese Station ist eine Kombination aus verschiedenen Sensoren.
Gemessen werden Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Regenmenge,
Kondensationspunkt, Windgeschwindigkeit und -richtung,
Sonneneinstrahlung und Anzahl von Partikeln verschiedener Größe in der
Luft (Feinstaub). Die Wetterstation wird autark mittels Solarmodul
betrieben. Die gemessenen Ergebnisse werden periodisch über das
lokale LoRaWAN Netz an das Backend gesendet, welches die Daten zur
Anzeige verarbeitet.

Luftqualitätsmessung #2:
Dieses Gerät beinhaltet vier elektrochemische Gassensoren sowie
Sensoren zur Messung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Es werden
die Gase Stickstoffdioxid (NO?), Kohlenstoffmonoxid (CO), Ozon (O?) und
Schwefeldioxid (SO?) gemessen. Hierdurch lassen sich Rückschlüsse auf
die Luftqualität ziehen.
Die Messergebnisse werden periodisch über das lokale LoRaWAN Netz
an das Backend gesendet und dort zur Anzeige verarbeitet.

Geräuschsensor #3:
Dieser Sensor misst Geräusche im unmittelbaren Umfeld. Durch ein
Mikrofon wird die Lautstärke der Geräusche, z. B. Verkehrslärm (Autos,
LKWs, laute Musik, etc.), erfasst. Eine Aufzeichnung erfolgt
nicht, der Sensor ist datenschutzkonform. Der Betrieb erfolgt autark über
ein Solarmodul. Die gemessenen (Phone/dB) Werte werden periodisch
über das lokale LoRaWAN Netz an das Backend gesendet, welches die
übermittelten Daten zur Anzeige verarbeitet.

Füllstandssensor #4:
Dieser Sensor informiert über den Füllstand der auf dem Weinhof fest
installierten unterirdischen Altglascontainer. Er misst den Abstand
zwischen Sensor und dem ersten Gegenstand, welcher die
Ultraschallwellen zurück zum Sensor reflektiert. Aus der Laufzeit der
Schallwellen vom Sensor zum Gegenstand und wieder zurück wird die
Entfernung ermittelt. Durch die Füllstandsanzeige können z.B. Leerungen
geplant oder Wege zu nur halbvollen Containern vermieden werden. Der
Sensor sendet die Abstandsdaten periodisch über das lokale LoRaWAN
Netz an das Backend, welches diese verarbeitet und aufgrund einer
hinterlegten Logik den entsprechenden Füllstand berechnet.

Parkraumüberwachung #5:
Der jeweils auf den Sonderparkplätzen (Familie, Handicap, E-Auto)
angebrachte Sensor kombiniert Radar- und Magnetsensorik. Sobald sich
ein Fahrzeug über dem Sensor befindet oder wieder entfernt, ändert sich
das Magnetfeld. Der Sensor sendet den Zustand „belegt“ und „frei“
eventgesteuert bei der Veränderung des Zustandes über das lokale
LoRaWAN Netz an das Backend. Dort werden die Daten zur Anzeige
verarbeitet.

Wassertemperatur #6:
Dieser Sensor befindet sich im Wasser des Brunnens auf dem Weinhof
und misst dort die Temperatur. Über ein Kabel ist der Sensor mit einem
Übertragungsmodul verbunden. Dieses Modul sendet die vom Sensor
gemessenen Daten über das lokale LoRaWAN Netz an das Backend. Die
gesendeten Daten werden dort zur Anzeige verarbeitet. Beispielsweise
kann so die Erwärmung von Seen überwacht werden.

Feedbackbutton #7:
Der Sensor sendet die Abstimmungsergebnisse über das lokale
LoRaWAN Netz an das Backend, welches die Daten zur Anzeige
verarbeitet. So können beispielsweise Meinungsabfragen im öffentlichen
Raum einfach umgesetzt werden.

Hochwassersensor #8:
Dieser Sensor misst anhand von Ultraschallwellen den Abstand zwischen
Sensor und darunter liegender Oberfläche. Der Abstand ergibt sich aus
der Laufzeit der Schallwellen vom Sensor zum Boden und zurück. Wenn
der Wasserspiegel ansteigt und sich Wasser auf dem Straßenbelag
sammelt, verringert sich der gemessene Abstand. Wird eine Abweichung
vom normalen Abstand innerhalb eines definierten Zeitraums erfasst, wird
Hochwasser gemeldet.
Der Sensor sendet die Abstandsrohdaten periodisch über das lokale
LoRaWAN Netz an das Backend. Dort werden die eingehenden Daten
verarbeitet und eine Entscheidung über Hochwasser mittels
programmierter Logik getroffen.

Bodenfeuchtigkeit #9:
Dieser Sensor befindet sich im Boden in ca. 50 cm Tiefe. Dort misst der
Sensor über die die elektrische Leitfähigkeit den Volumenwassergehalt,
die elektrische Leitfähigkeit, die Temperatur und den Grad der
Wassersättigung im Boden. Über ein Kabel ist der Sensor mit dem
oberhalb der Bodenoberfläche befindlichen Sendemodul verbunden. Auf
diese Weise kann eine gezielte und wassersparende Bewässerung
erfolgen. Die Messdaten werden periodisch über das lokale LoRaWAN
Netz an das Backend gesendet. Diese Daten werden dort zur Anzeige
verarbeitet.

Besucherstrommessung #10:
Der Sensor erkennt die Geräte, die ein aktives WLAN und Bluetooth
Modul besitzen. Die durch die Endgeräte gesendeten MAC-Adressen
werden in eine neue Kennziffer umgewandelt (gehasht), gezählt und
sofort wieder verworfen. Personenbezogene Daten werden weder
dauerhaft gespeichert, noch übertragen. Auf diese Weise können größere
Menschenansammlungen erkannt werden. Die Anzahl der gezählten
Geräte wird periodisch über das lokale LoRaWAN Netz an das Backend
übermittelt. Dort werden die Daten mittels einer hinterlegten Logik
aufbereitet.

Öffnungssensor #11:
Dieses Gerät besteht aus zwei Komponenten. Eine Komponente ist ein
Magnet, der bei Annäherung an die zweite Komponente einen Schalter
auslöst. Durch die Schalterstellung wird unterschieden, ob die Tür
geöffnet oder geschlossen ist. Dieser Sensor kann beispielsweise an
schwer zugänglichen oder sicherheitsrelevanten Türen, Fenstern und
Klappen eingesetzt werden. Die Daten werden eventgesteuert bei der
Veränderung des Zustandes über das lokale LoRaWAN Netz an das
Backend gesendet. Diese werden dort entsprechend zur Anzeige
verarbeitet.

Autarkes Hochbeet #12:
Das autarke Hochbeet bewässert sich je nach Feuchtigkeit der Erde im
Beet selbständig und automatisch über einen integrierten Wassertank.
Die Messung der Bodenfeuchtigkeit wird über Tensiometer geregelt, die –
ähnlich wie Pflanzen selbst – über die Saugspannung den Wassergehalt
im Boden bestimmen. Ist der Feuchtigkeitswert zu gering, wird die
Bewässerung ausgelöst. Für die Überwachung des Beets, vor allem des
Wasserstands im Tank sowie der Bodenfeuchtigkeit, werden regelmäßig
Sensordaten via LoRaWAN versendet, so können z. B. gemeinschaftliche
Urban Gardening-Projekte erleichtert werden.

Schädlingsbekämpfung #13:
Die Köderbox enthält normalerweise Köder- und Rattengift in einer
geschützten Umgebung, so dass Gifte nicht ungewollt in das
Grundwasser gelangen können. Bei Hochwasser oder ansteigendem
Kanalpegelstand verschließt sich die Box über einen Schwimmer an der
Unterseite automatisch. Schädlinge wie z.B. Ratten gelangen über die
Öffnung zum Ködergift. Überwacht werden die Rattenbesuche über einen
Bewegungsmelder in der Box, der die Anzahl der Besuche zählt und
regelmäßig versendet. Somit können vermehrte Besuche direkt erkannt
und Schädlinge gezielt bekämpft werden.

Strukturschäden #14:
Strukturelle Schäden an Gebäuden, wie z.B. kleine und größere Risse,
werden von diesem Sensor erkannt, vermessen und direkt gemeldet. Ein
fest und exakt angebrachter Laser misst in periodischen Abständen den
Abstand (“Time of Flight”) zwischen Laser und Messpunkt und ermittelt
damit die Größe des Schadens. Die somit entstehenden Abstandsdaten
werden regelmäßig per LoRaWAN versendet und erlauben damit eine
zeitnahe und lückenlose Beobachtung.

Energiemanagement #15:
Die Zählerstände von Wasser-, Wärme- und Gaszählern werden mit
LoRaWAN Modulen ausgelesen und periodisch über das lokale
LoRaWAN Netz an unser Backend übertragen. Die Daten werden als
Verbrauchsverläufe aufbereitet und zur Anzeige gebracht. Mit den
fortlaufend aktualisierten Daten kann der Verbrauch von Energie und
Wasser optimiert werden. Gleichzeitig wird der momentane CO 2 Gehalt
in der Außen- sowie Innenluft gemessen. Damit lässt sich kontrollieren
und belegen, dass die Innenluft eine gleiche Qualität wie die Außenluft
aufweist.

LoRaWAN Gateway #17:
Dieses Gateway (oder “Basisstation”) ergänzt das bereits bestehende
Ulmer LoRaWAN Netz. Die von den Sensoren gemessenen Daten
werden verschlüsselt an dieses und andere Gateways gesendet und von
dort zur Weiterverarbeitung ins Internet übertragen. Ein einzelnes
Gateway erreicht an einem günstigen Standort eine Reichweite von 5 km
(Stadtgebiet) bis zu 300 km (ländliches Gebiet).
Die sehr energieeffiziente Funktechnologie LoRaWAN eignet sich
besonders zur Übertragung von kleinen Datenmengen über große
Entfernungen und Barrieren (z.B. Keller, Kanalisation). Die Datenpakete
werden so stark komprimiert, dass eine Sendung typischerweise in 70
Millisekunden übertragen wird. Insgesamt wird der Funkverkehr stark
begrenzt.

Smarte Bank #18:
Die Smarte Bank bietet Lademöglichkeiten für Mobilgeräte über USB-
Anschlüsse und kabellos. Zudem kann mittels WLAN ein Internetzugang
aufgebaut werden. Ambientebeleuchtung und Sitzflächenbeheizung
lassen sich zuschalten. Sensoren in der Bank überwachen Temperatur,
Luftfeuchtigkeit und Luftqualität. Die Stromversorgung erfolgt
umweltfreundlich über das in die Sitzfläche integrierte Solarmodul,
welches die in der Bank verbauten Akkus lädt.

Stromzähler #19:
Die Stände von Stromzählern werden mit LoRaWAN Aufsatzmodulen
ausgelesen und periodisch über das lokale LoRaWAN Netz an das
Backend übertragen. Somit können manuelle Auslesungen vermieden
und unerwartet hohe Verbräuche erkannt und hier gegengesteuert
werden.

Sensoren melden nützliche Informationen zurück: Ist der extrabreite
Familien- Parkplatz in der Tiefgarage gerade frei? Hat das Donau-
Hochwasser schon den Radweg überschwemmt? Auch Schäden an Gebäuden, z.B. Risse am Münster, können mit Sensoren gemessen und laufend kontrolliert werden. Als eine der Gewinnerinnen der bundesweiten Ausschreibung „Modellprojekte Smart Cities“ setzt Ulm auf intelligente
Anwendungen, die das Leben in der Stadt komfortabler und effizienter
machen und dabei hohen Anforderungen an Datensicherheit genügen.
Die Stadt Ulm ist als eine von vier deutschen Städten ausgewählt worden,
die das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bis
Ende 2021 im Rahmen einer Studie begleiten wird. Ziel ist es, auf Basis
von Erkenntnissen, die in Ulm und den anderen Städten gewonnen
werden, Handlungsempfehlungen für die IT-Sicherheit in
Digitalisierungsprojekten mit Sensoren zu erarbeiten. Die technische
Umsetzung erfolgt unter Leitung der Digitalen Agenda der Stadt Ulm mit
den Stadtwerken und der Firma excellent.
Oberbürgermeister Gunter Czisch freut sich über die Zusammenarbeit mit
der Cyber-Sicherheitsbehörde des Bundes, die wichtige Erkenntnisse zur
Sicherheit von Ulmer Sensorendaten garantiert: „In Ulm gehen wir die
Themen der Zeit seit jeher selbstbewusst und verantwortungsvoll an –
und das heißt, dass wir schon während dieses Projektes Erkenntnisse
sammeln und aufgreifen wollen. Wir bestimmen, wer auf welche
Sensorendaten zugreifen darf und welche Dienste angeboten werden.
Der digitale Wandel muss uns dann keine Angst machen.“

Acht Million Euro Förderung

Das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) gab im
Juli 2019 bekannt, dass die Stadt Ulm zu den Gewinnern der ersten
Förderstaffel der Ausschreibung „Modellprojekte Smart Cities“ gehört.
Die Stadt konnte mit ihrer Bewerbung durch die Geschäftsstelle Digitale
Agenda neben den Städten Solingen und Wolfsburg in der Kategorie
„Großstädte“ überzeugen und bekam acht Millionen Euro Fördergelder
bewilligt. Vier Millionen Euro steuert die Stadt selbst zusätzlich bei. Ziel
des Bundesprojektes ist es, bis 2026 sektorübergreifende Strategien für
das Stadtleben der Zukunft zu entwickeln und zu erproben.

Auf dem Weinhof in Ulm ist ein LoRaPark entstanden. Der Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch wird den LoRaPark am Mittwoch, 22. Juli, um 17.30 Uhr offiziell eröffnen.

Der Name LoRaPark lehnt sich an das Netzübertragungsprotokoll LoRaWan (Long Range Wide Area Network) an, bei dem Messdaten besonders energieeffizient übertragen werden. Die Digitale Agenda zeigt im LoRaPark im Rahmen des Bundesprojekts „Zukunftsstadt 2030“, wie die praktischen Anwendungen verschiedenster Sensoren – unter anderem zur Luftqualitäts- und Geräuschmessung sowie zur Parkraumüberwachung – das Leben in Ulm zukünftig einfacher und bequemer gestalten könnten. Der LoRaPark, so das Ziel der Initiatoren, soll ein Ort der Begegnung und des Lernens werden, der Bürgern und Bürgerinnen aller Generationen die digitalen Möglichkeiten der Zukunftsstadt Ulm anschaulich vor Augen führt.

Der LoRaPark ist das Ergebnis eines von der Stadt ausgeschriebenen Innovationswettbewerbs, den die Ulmer citysens GmbH gewonnen hat, die den LoRaPark auf dem Areal rund um das Schwörhaus realisiert hat. Der Eintritt ist frei.Aufgrund der aktuellen Corona-Regelungen ist die Zahl der Besucher bei der Eröffnung, zu der interessierte Bürgerinnen und Bürger willkommen sind, begrenzt. Daher ist eine vorherige Anmeldung unter www.lorapark.de bis 20. Juli erforderlich.

Die 2016 gegründete Initiative Ulm digital geht mit bewährtem Personal ins fünfte Jahr ihres Bestehens. Die Mitglieder des eingetragenen Vereins bestätigten auf der in Form einer Videokonferenz abgehaltenen Mitgliederversammlung alle sechs Vorstandsmitglieder. OB Günter Czisch und Uni-Präsident Michael Weber zollten Ulm digital Lob und Respekt.

Aus alt mach neu. So lässt sich das Ergebnis der Vorstandswahlen bei Ulm digital auf einen Nenner bringen. Die annähernd 30 der insgesamt 69 Mitglieder – sowohl Einzelpersonen als auch Verbände und Institutionen -, die an der Mitgliederversammlung teilnahmen, wählten den kompletten bisherigen Vorstand auf zwei weitere Jahre. Und das ohne Gegenstimmen. Die Führungsriege bilden damit weiterhin Heribert Fritz (Vorsitzender), Gerhard Gruber und Andreas Buchenscheit (beide stellvertretende Vorsitzende), Björn Semjan (Schatzmeister), Antonija Scheible (Schriftführerin) und Bernd Pötter.
Das Sextett darf für sich beanspruchen, die Initiative in den knapp vier Jahren ihres Bestehens nicht nur fest in Ulm etabliert, sondern auch eine Reihe von erfolgreichen Projekten angestoßen und gefördert zu haben. Jedenfalls erntete Ulm digital auf der wegen Corona  als Videokonferenz einberufenen Mitgliederversammlung dickes Lob aus berufenem Munde. Professor Dr. Michael Weber und Günter Czisch, beide Mitglieder im Berat der Initiative, rühmten das gemeinsame Wirken mit den Städten, der Wirtschaft und öffentlichen Institutionen, das Ulm zukunftsfähig auf dem Weg in die Digitalisierung gemacht habe. Der Uni-Präsident und der Ulmer Oberbürgermeister waren sich im Übrigen darin einig, dass die aktuelle Krise den schlagenden Beweis liefere, „dass das Leben ohne Digitalisierung nicht mehr vorstellbar ist und ihr  Mehrwert jetzt umso erkennbarer wird“ (Weber) und dass „Vieles, was zuvor gar nicht so recht gewollt war, jetzt plötzlicher Normalfall ist“ (Czisch). Professor Dr. Frank Kargl, einer der Digital-Spezialisten an der Uni Ulm, sagte es noch drastischer: „Hätten wir jetzt nicht das Internet als Rückgrat der digitalen Infrastruktur, könnten wir den Laden dicht machen.“
Die Kernanliegen des Vereins sind nach den Worten Heribert Fritz’, Menschen, Unternehmen und Ideen zusammenzubringen und fruchtbare Umfelder für digitale Talente und Projekte zu schaffen. Belege, dass dies ohne den Aufbau bürokratischer Monster gelingen kann, liefern das von Ulm digital ebenso unterstützte Verschwörhaus am Weinhof als auch die auf Betreiben der Initiative in Ulm beinahe im Handstreichverfahren eingerichtete Funktechnologie LoRaWAN, die das Internet der Dinge ermöglicht. Stefan Kaufmann (Projektchef Verschwörhaus), Sabine Meigel (Digital-Beauftragte Stadt Ulm), Andreas Buchenscheit, Antonia Scheible und Gerhard Gruber (alle drei von der Initiative Ulm digital) berichteten als Protagonisten über diese in der der Szene bundesweit beachteten Vorzeigeprojekte.
So erfuhren die Mitglieder, dass das Verschwörhaus seit Juni vergangenen Jahres nicht weniger als 168 Veranstaltungen und Termine abgehalten hat, in denen allen möglichen Personen und Interessengruppen die Entwicklungen auf dem digitalen Markt nahegebracht wurden; dass das 2016 mit sieben Gateways gestartete LoRaWAN-Netz inzwischen gestützt wird durch mehr als 30 Gateways, die er ermöglichen, Daten aus alle möglichen Lebens- und Arbeitsbereichen von der Flusspegelstandsmessung über die Parkraum-, Müll- oder Verkehrsüberwachung bis zur Besucherstromzählung zu erfassen und auszuwerten; dass Ulm um dieses LoRaWAN-Netz bundesweit beneidet und es vielerorts nachgeahmt wird, weshalb es demnächst in einem LoRa-Park – einem zentralen öffentlichen Showroom – präsentiert werden soll.
Schatzmeister Björn Semjan berichtete über geordnete Vereinsfinanzen. Die jährlichen Mitgliedsbeiträge – im abgelaufenen Vereinsjahr waren es 120 000 Euro – flossen im Wesentlichen zum Einen in die Förderung einer Personalstelle im Verschwörhaus, wobei Semjan in dafür bereit gestellten 47 000 Euro einen erheblichen Kraftakt sieht. Zum Anderen in eigene Veranstaltungen wie „10 mal 10 digital“, deren drei in den Räumlichkeiten der Sparkasse stets  gut besuchten Abende zusammen fast 50 000 Euro an Kosten verursachten. Semjan sagte, man sei bestrebt, die Mitgliederzahl von aktuell 69 bis Ende 2020 auf 80 zu steigern. Inwieweit Corona diesem ehrgeizigen Ziel einen Strich durch die Rechnung mache, müsse sich zeigen. Zu befürchten sei, dass die Corona-Krise der Bereitschaft, Vereine und Initiativen durch Mitgliedschaft zu unterstützen, abträglich sei.
Und welche netzpolitischen Konsequenzen sind aus der aktuellen Krise zu ziehen? Unter  Leitung von Professor Kargl arbeitet die Initiative an einem Konzept. Bislang sei erst das Stadium eines Arbeitspapiers erreicht, berichtete Kargl. Grundlegende Notwendigkeiten aber habe die Krise erkennbar zu Tage gefördert. „Die Verfügbarkeit eines breitbandigen, auch in Bermaringen, Asch oder Rißtissen verfügbaren Netzes ist unabdingbar“, sagte Kargl. Wobei Klaus Eder, Chef das Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm, dazwischen warf, die SWU seien dabei, nach den Städten nun auch das flache Land mit Glasfaser zu versorgen. Nochmals zurück zu Kargl, der weitere Folgerungen aus der Krise sieht: Die Glasfaser, also die physikalische Anbindung, müsse entbündelt werden vom Internet; notwendig sei die ausgewogene Balancierung von Up- und Download; durch Förderung freier Peerings seien Kommunikationsengpässe vermeidbar; dezentrale Dienste sollten gefördert werden, da zentrale Plattformen weniger krisenresilent und -resistent seien.

Einladung zur diesjährigen Mitgliederversammlung 2020
der initiative.ulm.digital e.V.

Am Dienstag, den 26. Mai 2020, um 18:00 Uhr, findet die diesjährige Mitgliederversammlung der
initiative.ulm.digital e.V.  als Online-Meeting statt.
Anbei unser Link, mit welchem Sie am Online-Meeting teilnehmen können
https://bbb.cortex-media.de/b/a-nd-hz3-zd9. Wir bitten um Ihre Anmeldung bis zum 20. Mai 2020 unter der Telefonnummer +49 731 602881-13 oder per E-Mail an juliane.gumper@ulm-digital.com

Leitung der Mitgliederversammlung durch Herrn Heribert Fritz (Vorsitzender)
Leiter des Online-Meetings durch Herrn Andreas Buchenscheit (Vorstand)

1. Begrüßung
Heribert Fritz – Erläuterung rechtliche Rahmenbedingungen für die Online-Jahreshauptversammlung

2. Bericht des Vorsitzenden Heribert Fritz

Präsentation der initiative.ulm.digital e.V.
Mitgliedszahlen und -entwicklung, Vorstellung neuer Mitglieder

3. Bericht über die Termine, Sitzungen und Veranstaltungen Heribert Fritz zu vergangenen Terminen und Sitzungen
10×10 Digital.Konkret, Veranstaltungen in der Sparkasse Ulm 2019/2020
Weihnachtsfeier 2019
Klausurtagung 2020

4. Aktuelle und geplante Projekte

Stefan Kaufmann
Verschwörhaus und ulmlernt.de

Antonija Scheible/Sabine Meigel
Einleitung LoRaPark

Andreas Buchenscheit
LoRaWAN und LoRaPark

Antonija Scheible/Gerhard Gruber
citysens – ein aktueller Status und geplante Projekte

5. Bericht des Kassenwarts

Björn Semjan
Bericht über die Zahlen der initiative.ulm.digital e.V.

6. Grußwort der Schirmherren

Prof. Dr. Michael Weber, Präsident der Universität Ulm
Gunter Czisch, Oberbürgermeister der Stadt Ulm

7. Entlastung des Vorstands

8. Wahl des neuen Vorstands und des Vorsitzenden

9. Ausblick und Termine

10×10 Digital.Konkret
Umsetzung Klausurtagung

Björn Semjan: Vorstellung aktuelles Projekt zur Personenzählung

Sabine Meigel: Zusammenarbeit Verschwörhaus, Digitale Agenda der Stadt Ulm, Digitalisierungszentrum der IHK Ulm

Prof. Dr. Frank Kargl: Netzpolitische Forderungen und „Digitale Lehre“ an Schulen und Hochschulen

10. Sonstiges und Rückfragen per Chat

Bei der gut besuchten Vortragsveranstaltung „10 x 10 digital.konkret“ in der Kundenhalle der Sparkasse Ulm beeindruckten die Referenten aus dem medizinischen Bereich und aus dem Profisport.  

Wie wirkt sich die Digitalisierung in verschiedensten Bereichen aus? Darüber informiert mehrmals im Jahr sehr erfolgreich die Veranstaltung „10 x 10 digital.konkret“ des Vereins „initiative.ulm.digital“. Am Dienstagabend beindruckten zwei Mediziner mit ihren digitalen Aktivitäten und Methoden die interessierten Gäste, darunter auch die Neu-Ulmer OB-Kandidatin Katrin Albsteiger, Landrat Heiner Scheffold, IHK-Hauptgeschäftsführer Max-Martin Deinhard und Marius Pawlak von der Stadt Ulm.

Dr. Michael Lang, Ulmer Neurologe und Psychiater entwickelt zusammen mit Martin Mayr von der NeuroSys GmbH seit einigen Jahren eine APP für Patienten. Mit dieser APP setzt er den Gedanken seiner Patientenakademie NeuroPoint, mit der er seit 30 Jahren seine Patienten im Umgang mit ihrer Krankheit und den Therapien anleitet, konsequent in die digitale Welt um.  Die APP wird bereits von über 3000 Patienten und über 250 Praxen genutzt. Patienten mit chronischen Erkrankungen sind über die App stets mit der behandelnden Arztpraxis verbunden. „Mit der APP wird der Kontakt zwischen Patienten und ihren Praxen einfacher. Zudem  gibt es Pillenwecker, Tipps zur Medikation und Ernährungs-und Alltagsratschläge“, betonte Lang die Vorzüge der PatientConcept-APP. Die Patienten bekämen beispielsweise einen Therapieplan. Wenn der Patient nichts einträgt, sieht das der Arzt“. Der positive Effekt dieser engen Verbindung und auch Kontrolle wirke sich auch auf die Therapietreue aus. „Medikamente, die nicht genommen werden, wirken nicht“, sagte der Leiter der Patientenakademie. Die Therapietreue bei Patienten mit Diabetes, Epilepsie, mit hohem Blutdruck und sogar Multiple Sklerose liegt durchschnittlich bei niedrigen 50 Prozent. Ganz anders die NeuroPoint-Patienten. „Wir erreichen eine Therapietreue von 95 Prozent, unsere Patienten nehmen also, auch dank der APP, konsequent ihre verordneten Medikamente“, berichtet Dr. Lang stolz.
Beindruckend auch der Vortrag von Dr. Michael Weiss, Inhaber und Geschäftsführer der Ulmer Zahnklinik Opus DC. In seiner Klinik sei ein digitaler Datensatz jedes Patienten hinterlegt, was den Service und die Diagnostik sehr verbessert. Der moderne Zahnarzt arbeite immer öfter mit einem „digitalen Finger“. Auch seien Abdrücke der Zahnreihen nicht mehr Stand der Dinge. Weiss: „Heute wird gescannt“. Die Digitalsierung habe die Zahnmedizin regelrecht revolutioniert. So schaffe das Digitalisieren des Kiefers eine Dreidimensionalität, Implantante könnten ohne offene Wunden und Blut und präziser gesetzt werden „und nach zwei Stunden ist alles fertig“. Das Digitalisieren ersetze das Röntgen, was die Strahlenbelastung und den Einsatz von Chemikalien verringere. Die Entwicklung geht weiter. „Die Zukunft sind online bestellte Zahnimplantate“, so Weiss.
Nicht minder beeindruckend waren die Beispiele aus dem Profisport. Thorsten Leibenath, Sportdirektor bei ratiopharm ulm, berichtete über die „datengetriebene Sportart“ Basketball, die durch die Digitalisierung revolutioniert worden sei. Von jedem Spieler gibt es eine Unmenge an Daten im Spiel, aber auch zu Körper und Gesundheit. Anhand der Daten wird ein Spieler verpflichtet und später dann das Training gesteuert, analysiert und abgestimmt, um dessen Spiel, Position und Quoten zu verbessern. Außerdem werden personalisierte Videos mit Beispielen aus dem Spiel für jeden Spieler angefertigt „und diesem direkt auf sein Handy“ gesandt. Die gesundheitlichen Werte der Spieler werden in einem „Athletic lab“ ermittelt und gespeichert. Alles mit dem einen Ziel: Den Spieler und das Team nach vorn zu bringen.

Auch Holger Bachthaler, Chefcoach des SSV Ulm 1846, arbeitet mit den digitalen Informationen. „Zuerst muss die Spielphilosophie klar sein, erst dann kann man die Daten auch richtig nutzen“, erläuterte Bachthaler, der nach jedem Spiel die Daten über Laufdistanz, Laufgeschwindigkeit, Anzahl der Sprints, Intensität und vieles mehr analysiert, da jeder Spieler einen GPS-Tracker am Körper trägt. Ein wichtige Rolle spielt auch bei dem Regionalligisten die Videoanlyse sowohl der eigenen Mannschaft als auch beim Scouting oder der Beobachtung des Gegners. „Wir können heute schon einzelne Spielszenen in der Pause zeigen“, sagte Bachthaler, der nach dem Spiel Daten wie Toranalyse, Ballbesitz, Passgenauigkeit und mehr zur Verfügung hat.

Nina Munk von Immobilien Munk berichtete über die Entwicklung im Immobilienbereich. Die Digitalsierung habe die Prozesse – von der Ausschreibung hauptsächlich in der Zeitung über das Expose bis zur Besichtigung – beschleunigt. Heute gehöre es zum Standard, dass der Makler 360 Grad Videos und in der Cloud hinterlegte Daten auf Knopfdruck dem Kunden präsentiere. „Prozesse können digitalisiert werden, nicht der Berater“, so Nina Munk. Beim Immobilienkauf gehe es viel um Emotionen, weil „das oft eine Entscheidung ist, die einmal im Leben getroffen wird“. Deswegen sei immer noch eine Beraterin oder ein Berater wichtig, der die Gefühle erkenne und darauf reagieren könne.

Dr. Stefan Bill, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Ulm, informierte über die „Digitalisierung des Bezahlens“, die sich in Deutschland noch nicht durchgesetzt habe. Dr. Bill: Der Deutsche ist bargeldverliebt“. Allerdings hätten im vergangenen Jahr erstmals mehr Menschen „mit Karte bezahlt als mit Bargeld“. Das Bezahlen mit „Apple Pay“ werde allerdings immer besser angenommen. Ziel sei es den Kunden künftig „eine zentrale Payment-Karte der Sparkasse“ anzubieten. Ein weiteres Ziel sei, „Digitalisierung und Regionalisierung zusammenzubringen“. Das soll mit „Cashback regional“ gelingen, bei dem  Sparkassenkunden beim Einkauf bei regionalen Händlern von diesen Geld aufs Konto zurückerstattet bekommen. Das alles stehe unter der Leitlinie „Verändern, um zu bleiben, was wir sind.“

Carlheinz Gern, Geschäftsführer von Donau 3FM, pries die digitale Entwicklung gerade für ein regionales Radio. „Wer nicht digital ist in der Medienwelt, der wird verlieren“. Das Radio muss allerdings auch überall dabei sein. So profitiere ein Sender wie Donau 3FM von Spotify, wo Podcast abrufbar sind, ebenso wie von Smartspeakern wie Alexa. Dank DAB-Digitalradio sei der regionale Sender Donau 3FM heute außerdem „in ganz Bayern und Teilen von Österreich und der Schweiz zu hören“. Undenkbar in Zeiten der früheren Antennentechnik. Gut genutzt werde zudem die Webseite des Senders, auf der die wichtigsten Nachrichten und Serviceleistungen nachzulesen sind.

Die Entwicklung in den Finanzämtern und das „beleglose Verbuchen“ macht den Steuerberatern zu schaffen, räumte Professor Dr. Brigitte Zürn von der Zürn Unternehmensberatung ein. Auch ihre Kanzlei beschäftige sich mit Künstlicher Intelligenz (KI), Cloud und digitalen Prozessen. Wirtschaftsprüfer nutzen heutzutage viele digitale Tools. „Wir setzen auf Kooperationen“, betonte Dr. Zürn.

Unsere für Dienstagabend, 10. März, ab 19 Uhr geplante Veranstaltung 10×10 Minuten Digital.Konkret Impulsvorträge in der Sparkasse Ulm, Neue Straße 66, findet statt wie vorgesehen. Zahlreiche namhafte Persönlichkeiten haben sich angekündigt, darunter der neue Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm, Max-Martin W. Deinhard, die Neu-Ulmer Oberbürgermeister-Kandidatin und frühere Bundestagsabgeordnete, Katrin Albsteiger, der Hausherr und Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Ulm, Herr Dr. Stefan Bill sowie eine stattliche Anzahl namhafter Persönlichkeiten der Region.
Die Referenten freuen sich ebenso wie wir auf Sie, und falls Sie sich noch nicht angemeldet haben, so können Sie dies hier gerne noch via folgendem Link tun:
https://10×10.ulm-digital.com/
 
Folgendes Programm ist aktuell vorgesehen:
18.30 Einlass des Publikums
19.00 Eröffnung/Moderation durch Heribert Fritz, Vorsitzender der initiative.ulm.digital e.V. und Geschäftsführer der UNO GmbH
ab 19.10 Impulsvorträge
Grußwort und Vortrag des Hausherren/Gastgeber Dr. Stefan Bill, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Ulm; Herr Carlheinz Gern, GF Radio 3 FM; Frau Nina Munk, Munk Immobilien; Dr. Michael Weiss, OPUS DC, Zahnarzt und Unternehmer; Herr Thorsten Leibenath, Sportdirektor Basketball Ulm BBU ´01; Herr Dr. med. Michael Lang, Neurologe und Unternehmer; Herr Holger Bachthaler, Cheftrainer SSV Ulm 1846 Fussball; Frau Prof. Dr. Brigitte Zürn, Dr. Horn Unternehmensberatung; Herr Tim von Winning, Bürgermeister der Stadt Ulm Fachbereich Stadtentwicklung, Bau und Umwelt
ca. 21.00 Networking/Music/Dining
 
Selbstverständlich haben wir uns gemeinsam mit unseren Schirmherren, der Sparkasse Ulm und der IHK Ulm entsprechend abgesprochen und wollen Sie zudem zusätzlich zu den Ihnen sicher bekannten Vorkommnissen rund um das Thema ‚Coronavirus‘ entsprechend informieren.
Sollten Sie sich in den letzten vierzehn Tagen in einer der Risikoregionen, aktueller link in der Klammer (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html), aufgehalten haben, so bitten wir Sie, der Veranstaltung fern zu bleiben. Sollten Sie eine der Symptome nach einer möglichen Ansteckung bei sich selbst feststellen, bitten wir Sie ebenfalls, zu Hause zu bleiben. Wir gehen zudem von einer Selbstbestimmtheit jedes Einzelnen mit dem entsprechenden Verantwortungsgefühl aus. Die wichtigsten aktuellen Informationen haben wir dieser E-Mail beigefügt.
Für alle, die der Veranstaltung fernbleiben müssen oder wollen, bieten wir dieses Mal zudem einen Livestream an, der ab 18.45 Uhr live unter folgendem Link geschaltet wird: https://10×10.ulm-digital.com/livestream
 
Für alle anderen, die an unserer Veranstaltung wie gewohnt persönlich teilnehmen: Wir freuen uns sehr auf Sie, auf den wie immer spannenden Dialog und Diskurs sowie eine erneut erfolgreiche Veranstaltung.

Den Schwerpunkt auf Jugend und Nachwuchs im Zusammenhang mit allen Fragen zur Digitalisierung möchte die „initiative.ulm.digital“ in diesem Jahr legen. Dies wurde bei der diesjährigen Klausurtagung im Hirsch in Finningen festgelegt.
Im Rahmen der Klausurtagung der Unternehmerinitiative, an der neben dem Vereinsvorstand auch der Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch, Dr. Stefan Bill, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Ulm, Professor Dr. Michael Weber, Präsident der Universität Ulm und Dr. Volker Reuter, Rektor der Hochschule Ulm, sowie weitere Vertreter der Städte Ulm und Neu-Ulm und verschiedener Einrichtungen teilnahmen, ging es zunächst auch um das Selbstverständnis der Unternehmerinitiative. „Der Verein will das Thema Digitalisierung in der Unternehmer- und Bürgerschaft vorantreiben, hilft und unterstützt und bringt die Leute zusammen – und das ohne jegliche wirtschaftliche Interessen“, betonte der Vorsitzende Heribert Fritz.
Das geschieht in diesem Jahr allein mit knapp 20 Veranstaltungen der Initiative in Ulm und Neu-Ulm. Zunehmend will man sich auch um die Themen Jugend, technischen Nachwuchs und Gründer, also junge IT-Unternehmen, kümmern. So sollen Programme wie „Meet IT“ und „Inno Weekend“ unterstützt werden. Weiterhin will der Verein auch die Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern lokal und überregional ausbauen. Auf Anregung der IHK Ulm sind im Verschwörhaus, das finanziell von der Initiative stark gefördert wird, Termine geplant, bei denen Jugendliche in lockerer Atmosphäre mit Unternehmern ins Gespräch kommen.
​„Wir wollen die Schwellenangst absenken“, so Fritz. Ebenso auf Wunsch der IHK Ulm beteiligt sich die „initiative. ulm. digital“ an einem Programm, bei dem junge Unternehmer, die Mentoren für ihr Geschäftsmodell benötigen, von Mitgliedern der Unternehmerinitiative fachlich und wirtschaftlich begleitet werden. Beim Thema 5 G sei dringend eine transparente und sachliche Aufklärung nötig, befand nicht nur Oberbürgermeister Gunter Czisch. „Wir wollen helfen, das Thema zu versachlichen“, versprach Heribert Fritz. Schließlich bat auch Universitätspräsident Dr. Michael Weber, für das digitale Angebot und die herausragende IT-Kompetenz an den Hochschulen und der Universität noch mehr zu werben. Der Neu-Ulmer OB Gerold Noerenberg sieht noch viele Bedenkenträger bei der digitalen Transformation. Er wünschte daher, dass künftig stärker positive Beispiele der Digitalisierung dargestellt werden. „Wir müssen den Menschen die Furcht nehmen, die einige beispielsweise wegen der Arbeitsplätze oder des Datenschutzes haben“, erkannte auch der Vereinsvorsitzende, der dazu einige Vorträge anbieten möchte. Professor Dr. Manfred Reichert von der Universität Ulm beendete die eintägige Klausurtagung im „Hirsch“ in Finningen mit einem eindrucksvollen Vortrag über Data Science und das DASU-Insititut in Ulm, das sich gerade in Gründung befindet.

Gut 40 Mitglieder der initiative.ulm.digital waren der Einladung zur Weihnachtsfeier gefolgt. Zunächst erfuhren die Mitglieder bei einer Stadtführung viel Wissenswertes und auch Neues über das alte Ulm. Nach einem Glühweinempfang auf dem Weihnachtsmarkt zum Aufwärmen wechselte die Gruppe in das urige Restaurant Ofaschlupfer in der Kohl/Rabengasse, Vorsitzender Heribert Fritz sagte in seiner Begrüßungsrede, er freue sich, dass so viele Mitglieder in der für alle anstrengenden Vorweihnachtszeit die Zeit für das Treffen gefunden hätten. Er hob auch hervor, welch bunter Mix aus Wissenschaftlern, Unternehmern und Verwaltungsmitarbeitern sich in gemütlicher Runde im Ofaschlupfer getroffen hatten. „Diese Mischung von Interessen, Branchen und Wissen macht die Digitalinitiative so produktiv und wichtig“, lobte Fritz unter großem Beifall, ehe in gemütlicher Runde hervorragend gespeist (Salate, Hirschbraten und Schlußkrapfen sowie Eis mit lauwarmen Zwetschgen) , diskutiert und kontaktet wurde.

Jahresveranstaltung mit Schwerpunkt KI im Wiley Club
Die Jahresveranstaltung des Vereins wird am 28. April im Wiley Club stattfinden. Schwerpunkt ist das Thema Künstliche Intelligenz (KI). Als Referenten sind hochklassige KI-Experten eingeladen. Bei den Vorträgen werden auch praxisnahe Beispiele vorgestellt.

Gleich drei Mal  10 x 10 digital.konkret   
Im ersten Halbjahr 2020 sind zwei unserer Vortragsveranstaltungen „10 x 10 digital.konkret“ geplant. „10 x 10 digital.konkret“ heißt es erstmals  am 10. März  2020, ab 19 Uhr,  in der Kundenhalle der Sparkasse Ulm. Im schon bekannten Format werden an diesem Abend Unternehmer und Entscheider aus Ulm und Umgebung vortragen, wie sich die digitale Transformation in ihren Betrieben oder Einrichtungen bemerkbar macht.
Am 17. Juni 2020, ab 19 Uhr,  folgt dann eine weitere  „10 x 10 digital.konkret“-Veranstaltung in der Sparkasse. Da 2020 das Berblinger-Jubiläum gefeiert wird, lautet das Thema „Forscher, Pioniere, Erfinder“.  An diesem Abend werden  Erfinder, Tüftler und Pioniere vorgestellt, die Ulm bisher hervorgebracht hat und innovative Ulmer Unternehmen wie Kässbohrer, Magirus oder Wieland. Im zweiten Halbjahr ist eine dritte Vortragsveranstaltung geplant. Und zwar am 20. Oktober. Thema wird sein: Jugend, Nachwuchs, Gründer.

Mitgliederversammlung im Haus der Donau
Unsere Jahresversammlung findet am 26. Mai 2020 im Haus der Donau statt. In diesem Jahr stehen auch Neuwahlen des Vorstands auf dem Programm.

Große Aufgabe: LoRaPark am Weinhof
Eine Riesenaufgabe wird der Aufbau und die Umsetzung des LoRaParks am Weinhof in Ulm. Beim Innovationswettbewerb der Stadt Ulm hat  das Konzept „LoRaPark – Ein Experimentierfeld und öffentlicher Showroom für das Internet der Dinge“ den ersten Preis erhalten. An den Plänen sind die  Cortex Media GmbH in Kooperation mit der initiative.ulm.digital e.V., Universität Ulm, Hochschule Ulm und die citysens GmbH beteiligt. Mit dem LoRaPark soll die Sensorik und Technik der LoRaWAN-Technik, kurz Internet der Dinge (IOT), für jeden erfahr- und erlebbar gemacht werden.

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