Viel Lob und viele Informationen über aktuelle digitale Projekte und Pläne in den Städten Ulm und Neu-Ulm hat es bei der Mitgliederversammlung des Vereins „initiative.ulm.digital“ im Haus der Donau gegeben. Bei den Wahlen wurde der Vorstand im Amt bestätigt. Zum Vorsitzenden wurde erneut Heribert Fritz gewählt.

„Digitale Talente und Ideen fördern und Macher unterstützen“, so fasste Heribert Fritz, Vorsitzender des Ulmer Vereins „initiative.ulm.digital“, zu Beginn der Mitgliederversammlung im „Haus der Donau“ die Ziele der Unternehmerinitiative, „die der Allgemeinheit dient“, zusammen. Der Verein habe seit seiner Gründung im Jahr 2016 „Wissenschaft, Stadtpolitik und Wirtschaft gut zusammengebracht“. Ulm habe als „dritte Stadt weltweit“ die LoRaWan-Technik installiert, so Fritz.
Das sah auch der Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch so. Für ihn ist der Verein und seine Mitglieder ein „Think Tank für Ulm“. Die Initiative sei auch ein erfolgreiches Beispiel dafür, „wie wir die Dinge gemeinsam in die Hand nehmen“. Die digitalen Innovationen und vor allem die Daten, die in der Stadt gesammelt werden, sollen in der Stadt bleiben. „Daten sind Geld und von den Daten sollen alle Bürger profitieren“, betonte Czisch.
Professor Dr. Michael Weber, Präsident der Universität Ulm, bezeichnete die Initiative als „Katalysator in der Stadt“. Der Initiative gelänge es immer wieder, digitale Themen besonders hervorzuheben und zu platzieren, wie nun beispielsweise das Quantencomputing. Auch habe das Digitale Einfluss, wie das Studium neu gestaltet werde mit Coworking Space und innovativen Bildungsformaten.
Antonija Scheible berichtete über die Arbeit des Vereins und versicherte stellevertretend für alle Vorstandsmitglieder: „Wir sind nach wie vor mit viel Herzblut dabei“.
Andy Buchenscheit sprach von einem „verrückten Jahr“ und verwies auf die Vortragsveranstaltungen „10 x 10 digital konkret“ zu den Themen Gastronomie und Handel sowie Bildung, die Jubiläumsveranstaltung „Ein Jahr LoRaWan“ und die jährliche Klausurtagung die 2021 teils in digitalen Formaten, aber nicht minder erfolgreich angeboten und durchgeführt wurden. Mit dem LoRa-Park am Weinhof ist Ulm aktuell auf der Expo in Dubai vertreten. Mit der Information, dass eine Live-Schaltung von dort nach Ulm „an der fehlenden Drehgenehmigung des Emirats“ gescheitert sei, sorgte Buchenscheit für Schmunzeln bei den rund 30 anwesenden des rund 70 Mitglieder starken Vereins. Buchenscheit kündigte an, dass die kommende Jahresveranstaltung das Thema Quantencomputer im Fokus habe. Weiter wolle man das Verschwörhaus mit seinem neuen Leiter Niklas Schütte unterstützen und sich im laufenden Jahr um die Themen Fake News und IT-Sicherheit kümmern. Buchenscheit: „Auch für Unternehmen ist die Medienkompetenz unglaublich wichtig“.
Für die Stadt Ulm stellte Sabine Meigel zusammen mit Gerhard Gruber das Projekt „Smart City“ vor, für das Daten Ulmer Bürger und Daten aus vielen verschiedenen Bereichen gesammelt werden und die dann zum Nutzen der Stadt und der Bürgerschaft gebündelt und vernetzt wieder eingesetzt werden sollen. Ziel sei es eine zentrale Datenplattform als „Hafen für Ulmer Daten“ zu schaffen. Denn Daten und dazugehörige technische Lösungen gewinnen zunehmend an Relevanz für alle Kommunen in allen Größen. Die Plattform integriert und aggregiert heterogene und verteilte Daten aus verschiedenen Systemen, IoT-Lösungen und Anwendungen und stellt sie gebündelt bereit.
So sollen übergreifende Verknüpfungen von Daten, Tätigkeiten und Dienstleistungen des alltäglichen Lebens entstehen, die die Bürgerschaft komfortabel mit der Stadt verbindet und neue Dienstleistungs- und Wertschöpfungsinnovationen für die ansässigen Unternehmen schafft. Laut Meigel geht es nun darum, wie die Kommunen von unseren Erfahrungen und Lösungen profitieren können, wie die Lösungsansätze für kleine und mittelgroße Kommunen aussehen, die sie weder personell noch finanziell überfordern und wie die dazugehörigen Geschäftsmodelle bzw. Vertriebsmodelle aussehen.
Robert Schwarz, Zukunftsbeauftragter der Stadt Neu-Ulm, informierte über die digitale Stadtentwicklung und das IDEK und Smart City-Projekt. „Wir arbeiten an einer praxisnahen, individuellen Digitalisierungsstruktur“, so Schwarz, der die erkrankte Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger vertrat. Maßstäbe einer erfolgreichen digitalen Transformation seien Nachhaltigkeit und Menschlichkeit, sagte Schwarz. Große Projekte in Neu-Ulm in diesem Bereich sind Digitaler Zwilling, Rollendes Stadtlabor, Smart-City-Dashboard und eine urbane Datenplattform. Um dies optimal zu erreichen wolle man Synergien in der Region Ulm/Neu-Ulm nutzen.
Wie der Verein junge Talente fördert, verdeutlichten Karl Wiesmayer und Iliya Glamazdin. Die beiden THU-Studenten, Sprecher des 70 Mitglieder starken Einstein Motosport-Teams, informierten über den technischen Stand und das Konzept des aktuellen Rennwagens, der an der Hochschule konstruiert wird und mit dem der studentische Rennstall an der „Formula Student“, dem größten Konstruktionswettbewerb der Welt, teilnimmt. „An dem Wettbewerb beteiligen sich weltweit rund 800 Hochschulen“, so Karl Wiesmayer, der wie alle anderen Studierenden in seiner Freizeit das hochtechnische Auto für die Rennen vorbereitet. Aktuell tüftelt das Team an einem elektrischen Rennwagen mit autonomem Fahrsystem, was von der „initiative.ulm.digital“ mit Geld, Wissen und Firmenkontakten unterstützt wird.
Vereinskassier Björn Semjan informierte anschließend die Mitglieder über das Vereinsvermögen und einen stabilen Kassenstand.

Vorstand von sechs auf vier Mitglieder reduziert

Die Vorstandsmitglieder Bernd Pötter und Gerhard Gruber, der seit der Vereinsgründung im Vorstand wirkte, hatten schon im Vorfeld angekündigt, aus Zeitgründen nicht mehr für den Vorstand kandidieren zu wollen. Heribert Fritz bedankte sich ausdrücklich für deren engagierte Mitarbeit, die beide im Vereinsbeirat fortsetzen wollen. Das Ausscheiden der Vorstandsmitglieder wurde zum Anlass genommen, das Gremium von sechs auf vier Personen zu reduzieren. Die Mitglieder stimmten einem entsprechenden Antrag des Vorstands zu.

Vorstand im Amt bestätigt

Bei der Wahl wurden dann die Vorstandsmitglieder Antonija Scheible, Andreas Buchenscheit und Björn Semjan, ebenso wie als Vorsitzender der langjährige Vereinschef Heribert Fritz im Amt bestätigt.

Die diesjährige Mitgliederversammlung des Vereins „initiative.ulm.digital e.V.“ findet am Dienstag, 3. Mai, im Haus der Donau in der Kronengasse in Ulm statt. Beginn ist um 18.30 Uhr.
Bei der Mitgliederversammlung des Vereins „initiative.ulm.digital e.V.“ werden nach den Grußworten von Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger, Oberbürgermeister Gunter Czisch und von Professor Dr. Michael Weber, Präsident der Universität Ulm, aktuelle Vereinsprojekte erläutert. Außerdem stehen die Wahl des Vorstands und des Vorstandsvorsitzenden für die Periode 2022 bis 2024 auf der Tagesordnung. Die Versammlung beginnt um 18.30 Uhr.

Derzeit läuft im m25 am Schuhhausplatz in Ulm die Ausstellung „ulm.zukunft.werkstatt“ (noch bis 8.Mai). Die Digitale Agenda zeigt dort die ersten Ergebnisse aus der Projektarbeit der Zukunftsstadt Ulm und informiert in Vorträgen, Workshops und Bürgerfragestunden über Ulmer Digitalprojekte.
Passend dazu hat das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation aus Stuttgart seine bereits zum fünften Mal stattfindende »Morgenstadt Werkstatt NEO« nach Ulm gelegt. An zwei Tagen (2.und 3. Mai) sind Kommunen und Landkreise eingeladen, sich vor Ort und online mit dem Thema »Kommune der Zukunft« auseinanderzusetzen
Zur Eröffnung wird Innenminister Thomas Strobl am Montag, 2. Mai, 10 Uhr im Haus der Begegnung erwartet. In Ulm dabei sein wird auch Univ.-Prof. Dr. rer. oec. habil. Katharina Hölzle, seit 1. April neue Institutsleiterin am Fraunhofer IAO. Das detaillierte Programm gibt es hier.

Die Smart City Strategie Ulm stößt bundesweit auf großes Interesse: Mehr als 130 Vertreter aus Kommunen, Landkreisen und Institutionen sind der Einladung der Bonner Koordinierungs- und Transferstelle Modellprojekte Smart Cities (KTS) gefolgt, die am Dienstag (5. April 2022) in Ulm ihre dritte Regionalkonferenz ausrichtete unter dem Thema „Smart-City-Strategien gemeinsam entwickeln und Chancen nutzen in meiner Region“.
Ulm ist eine der ersten Städte in Deutschland, die eine eigene Smart City Strategie entwickelt und auf den Weg gebracht hat. Genau darüber wollten die Gäste mehr erfahren, die sich virtuell in einem Blausteiner Studio versammelt hatten und unter anderem aus Gera, Paderborn und Wolfsburg zugeschaltet waren.
Die KTS versteht sich als Schaltstelle, die Digitalisierungswissen sammelt und an die Modellprojekte Smart Cities (MPSC) weitergibt, im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), unter dessen Dach die Smart City Themen & Projekte seit dem Regierungswechsel beheimatet sind.
Wissen zur Verfügung zu stellen, sei das eine – wie es letztlich genutzt wird, das entscheide sich in den Kommunen. Dort helfen Smart City Strategien, den Weg des digitalen Wandels konsequent zu gehen, um die Zukunft sinnvoll und souverän gestalten zu können. Das Beispiel Ulm zeige, wie eine solche Strategie ausgestaltet werden kann. „Digitalisierung ist kein Spielzeug, sie ist kein Selbstzweck“, stellte Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch als eine Maxime seinen Überlegungen voran – und solche „Leitplanken“ seien wichtig.
Den Weg des digitalen Wandels selbst geben in Ulm die Bürger vor: „Aus der Bürgerschaft kamen die Impulse, die dann in der Verwaltung und mit Experten intensiv diskutiert wurden“, berichtet er. Es gehe darum, die eigenen Stärken zu erkennen und weiter zu stärken. Die daraus resultierenden Projekte seien Experimentierfelder und erste Gradmesser gewesen – und mündeten schließlich in die Smart City Strategie Ulm, die im Oktober 2021 vom Gemeinderat verabschiedet wurde.
Eine Expertenrunde mit Professor Gerhard Steinebach von der TU Kaiserslautern, Dr. Robert Thomann, Innovationsmanager der MVV Energie AG in Mannheim, Professorin Melanie Humann als Wissenstransfer-Expertin der Agentur Urban Catalyst und Sabine Meigel, Leiterin der Digitalen Agenda Ulm, diskutierte die Herausforderung, eine Smart City Strategie zu entwickeln aus verschiedenen Perspektiven, ehe die Teilnehmer aus dem Bundesgebiet in eigenen – ebenfalls virtuellen – Arbeitsgruppen detaillierter ins Konferenzthema einstiegen.

Wie sieht digitale Verwaltung in einer digitalen Stadt aus? Darüber referieren im Rahmen der Reihe „Von der Zukunftsstadt Ulm zu Ulm4CleverCity“ Martin Bendel, Erster Bürgermeister der Stadt Ulm, und Prof. Dr. Jörn von Lucke, Zeppelin Universität Friedrichshafen Mittwoch, 6. April 2022, im Club Orange in der Volkshochschule Ulm. Die Vorträge beginnen um 19.30 Uhr.
In vielen Bereichen von Forschung, Politik und Wirtschaft werden Projekte entwickelt und durchgeführt, an denen auch Bürgerinnen und Bürger beteiligt sind. Um die Ergebnisse aus diesen Projekten und das neue digitale Wissen der Bürgerschaft zu vermitteln und verständlich zu machen, bieten die Ulmer Volkshochschule, die Digitale Agenda der Stadt Ulm und das ZAWiW der Universität Ulm eine Vortragsreihe an: „Von der Zukunftsstadt Ulm zu Ulm4CleverCity“. An den Vortragsabenden sollen Teilprojekte oder ausgewählte Themen der Digitalisierung vorgestellt werden. Am Mittwoch, 6. April, geht es um aktuelle Fragen rund um den digitalen Wandel in der Verwaltung. Was prägt die digitale Stadt und ihre digitale Verwaltung? Was muss in Ulm getan werden, um den Transformationsprozess der Digitalisierung gemeinsam erfolgreich zu gestalten?
Die Digitalisierung der Stadtverwaltung und ihrer Verwaltungsleistungen ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Die Anforderungen und Erwartungen an digitale Angebote, Verwaltungseffizienz und Serviceorientierung nehmen stetig zu. Zudem gibt das Onlinezugangsgesetz (OZG) mit Hilfe von rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen den Takt vor für die Einführung von Online-Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger. Die Stadtverwaltung forciert aktiv den digitalen Wandel der Stadt, um ihren Rollen als Ermöglicherin, Partnerin, Dienstleisterin und Arbeitgeberin gerecht zu – werden. Dazu gehört auch, gewohnte Strukturen und Abläufe zu hinterfragen und der Mut zur Gestaltung, Veränderung und Innovation. Zugleich bedarf es aber auch überzeugender Leitbilder, ambitionierter Ziele, motivierter Mitarbeiter*innen und eines hohen Grads an Durchhaltevermögen.
Wie dies konkret gelingen kann, diskutieren Ulms Erster Bürgermeister Martin Bendel und Prof. Dr. Jörn von Lucke im gemeinsamen Gespräch. Der Vortrag kann auch online via Zoom besucht werden: Auf www.ulm.de/buergerwerkstatt findet sich der entsprechende Zugangslink. Ziel der gesamten Vortragsreihe ist es, die Ergebnisse des Projektes „Zukunftsstadt Ulm“ anschaulich darzustellen und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern hierüber ins Gespräch zu kommen. Hier können ebenfalls Chancen und Risiken der digitalen Entwicklung diskutiert werden. Damit alle mitmachen können – unabhängig, ob sie vor Ort sein können oder nicht – findet im Anschluss an die Vorträge eine Onlinebeteiligung für alle Interessierten statt. Das soll Raum für mehr Mitsprache und Austausch eröffnen.
Zum Abschluss der Vortragsreihe wollen die Beteiligten die Themen und Diskussionen in der bürger.werkstatt.2022 zusammenführen.

Von April bis Oktober 2021 wurde in einem Forschungsprojekt der Zukunftsstadt 2030 mit einem von der Technischen Hochschule Ulm (THU) eigens dafür entwickelten Prototypen die Nutzungshäufigkeit von Fahrradständern an den Standorten Neue Mitte und in der Lautengasse in Ulm gemessen. Mit Hilfe sensorgestützter Technik wurde die Zahl der dort abgestellten Räder erfasst. Mittlerweile liegen die Ergebnisse vor.
Das Ziel war es, auf der Grundlage der gewonnenen Messdaten
verschiedene Standorte hinsichtlich ihrer Eignung als potentielle
Standorte für Fahrradständer zu bewerten. In Zusammenarbeit mit der
Mobilitätsabteilung der Stadt Ulm wurden die Sensordaten an der THU
ausgewertet, analysiert und anschließend bewertet. Das Ergebnis: An
beiden untersuchten Standorten besteht grundsätzlich Bedarf an
Fahrradstellmöglichkeiten – aber in deutlich unterschiedlichem Ausmaß.
Während der Standort Lautengasse kaum zur Hälfte genutzt wurde, war
der Versuchs-Fahrradständer in der Neuen Mitte besonders an
Wochenenden immer belegt. Der Bauhof hat bereits reagiert und dort
dauerhaft einen Bügelständer für Fahrräder installiert.
Die über die Sommermonate gewonnenen Nutzungsdaten sind für die
städtischen Mobilitätsplaner eine wichtige Hilfe: Viel nachgefragte
Standorte lassen sich von weniger nachgefragten objektiv unterscheiden,
das verhindert Fehlplanungen und unnütze Investitionen. Zur
Datengewinnung hat die THU auf das städtische LoRaWAN-Netz gesetzt.
Mit dieser quelloffenen Funktechnologie lassen sich kleine Datenmengen,
wie ein einfaches ja oder Nein, einfach übermitteln.
Immer wenn ein Fahrradreifen von einem der im Versuchsfahrradständer verbauten Sensoren erfasst wurde, gab es ein Signal, das an die THU gesendet wurde.
Auch vor kleineren Fehlschlägen blieben die Forscher nicht verschont:
Während der ersten Messungen fiel auf, dass die elektronische Zählung
immer weniger Fahrräder ergab, als tatsächlich dort standen. Des Rätsels
Lösung: Viele Fahrradfahrer*innen schoben ihre Fahrräder soweit durch
den Bügelständer durch, dass keiner der Reifen von den Sensoren mehr
erfasst wurde. Also wurde am Versuchs-Fahrradständer eine Querstange
montiert, die das verhindert und so das Problem gelöst.

Topresonanz auf 10 x 10 Digital.Konkret – Bildung II
Unsere erste Vortragsveranstaltung 10×10 Digital.Konkret in diesem Jahr war erneut ein großer Erfolg. Unsere zweite Veranstaltung zum Thema Bildung, die von Frank Kargl organisiert und von Andreas Buchenscheit moderiert wurde, verfolgten 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am PC. Auf youtube https://www.youtube.com/playlist?list=PLKzcpZfb73_V-KhWf6yhaV4-w9gn-o6EG verzeichneten wir bis jetzt 152 Aufrufe der Vorträge und auf Linkedin gab es rund 1800 Posts. Themen und Inhalte waren sehr gut gewählt und von den Referentinnen und Referenten professionell und anschaulich aufbereitet. Die Vortragsveranstaltung wurde erneut durch unser Vorstandsmitglied Steffen Maurer technisch umgesetzt.

Die Morgenstadt Werkstatt in Ulm
Am 2. und 3. Mai ist Ulm Gastgeber der Morgenstadt Werkstatt NEO – einer Initiative des Fraunhofer IAO. Die Idee hinter der Morgenstadt: Wie erschafft die Digitalisierung substanzielle Mehrwerte für Kommunen und ihre Bürgerinnen und Bürger?
Was kann und was muss für Landkreise, Städte oder Dörfer in Baden-Württemberg getan werden, die mit intelligenten digitalen Technologien das Leben der Bürgerinnen und Bürger verbessern wollen? Ob Energie- oder Mobilitätswende, demografischer oder digitaler Wandel: Kommunen sehen sich einer Vielzahl von Herausforderungen gegenüber. Angesichts solcher komplexen Problemstellungen braucht es branchenübergreifende Ideen und Lösungsansätze. Genau einen solchen Dialog ermöglicht die Morgenstadt Werkstatt NEO, ein kollaboratives Format, das die zusammenbringt, die etwas verändern wollen.
Ziel der Morgenstadt Werkstatt ist es seit 2016, alle Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft, Politik, Forschung und Gesellschaft in Baden-Württemberg und darüber hinaus miteinander zu vernetzen, die sich mit dem Thema »Kommune der Zukunft« auseinandersetzen. Themen und Projekte wie Smart Cities & Regions, interkommunale Zusammenarbeit, Sustainable Development Goals, Zukunftskommune@bw, OZG-Prozesse, Crowdinnovation und digitale Kommunikation werden vorgestellt, diskutiert und weiterentwickelt.
Als interkommunale Veranstaltungsplattform bietet die Werkstatt viel Raum, Erfahrungen zu teilen und neue Partnerschaften und Allianzen zu schmieden und fortzuführen. Das Verhältnis zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft verändert sich durch die Digitalisierung. Entscheidend für Kommunen sind neue Partnerschaften über Open Innovation zu etablieren und neue Wege zu gehen. Innovationen entstehen nicht von selbst, Zukunft muss aktiv vorausgedacht werden. Ständig kommen neue Technologien und Dienstleistungen auf. Es braucht also neue Werkzeuge und Prozesse zur Zukunftserschließung – und Personen in der Stadtverwaltung, die sie anwenden.
Alle Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung zur Morgenstadt Werkstatt NEO in Ulm finden Sie hier: https://www.morgenstadt.de/de/veranstaltungen/werkstatt- 2022.html.

Unterstützung für Einstein Motorsport
Die initiative.ulm.digital unterstützt auch in diesem Jahr als Gold- Sponsor das Team des Einstein Motorsport der Technischen Hochschule Ulm (THU).

Weitere Zusammenarbeit mit dem Verschwörhaus
Nach den personellen Veränderungen in der Leitung des Verschwörhauses befiWeitere Zusammenarbeit mit dem Verschwörhaus ndet sich der Vereinsvorstand in konstruktiven Gesprächen mit den Ehrenamtlichen. Das einzigartige und innovative Projekt Verschwörhaus soll weiterhin unterstützt und gefördert werden. Wie, wird in weiteren Gesprächen geklärt.

Skiausfahrt nach Flims/Laax
Der Verein bietet am 17. und 18. März eine Skiausfahrt nach Flims/Laax in der Schweiz an. Anmeldungen nimmt Frank Kargl bis 15.3.2022 unter frank.kargl@uni-ulm.de entgegen.

Klausurtagung am letzten Wochenende im Mai
Die Klausurtagung des Vorstands mit Gästen ist am letzten Wochenende im Mai, am 31. Mai/1. Juni geplant. Der Ort wird noch festgelegt. Vorbereitung und Agenda der Klausurtagung erfolgt nach der Wahl des neuen Vorstands.

Mitgliederversammlung am 3. Mai
Die diesjährige Mitgliederversammlung findet voraussichtlich am 3. Mai im Haus der Donau in der Kronengasse in Ulm statt. Nach derzeitigem Stand kann die Versammlung als Präsenzveranstaltung organisiert werden. Anregungen zur Tagesordnung, Anträge und Vorschläge für die Besetzung des Vorstands für die anstehenden Neuwahlen können unter antonija.scheible@swu.de und cc an heribert.fritz@uno-services.net gesandt werden.


Ulmer LoRaWAN und mehr auf der Expo in Dubai

Vereinsvorsitzender Herbert Fritz besuchte mit seiner Familie die Expo in Dubai und natürlich auch den Pavillon von „The Länd“ mit den Hinweisen zum Thema „Smart City“, mit denen der Weg der Stadt Ulm ins digitale Zeitalter interaktiv als machbar und innovativ dargestellt wird. Auch die Ulmer LoRaWAN-Initiative wird dort ansprechend präsentiert. Ulm war vom Fraunhofer Institut, das die Stände im Pavillon organisiert und vergeben hat, als einzige baden-württembergische Stadt ausgewählt worden. Eine besondere Überraschung für die Besucher aus Ulm: Für den kleinen Hunger und „Snack to go“ liegen auf der Expo in Dubai die bewährt leckeren Knabbereien von Seeberger aus.

Smart City-Forum in Neu-Ulm
Am 21. April findet von 18:00 – 20:00 Uhr im Großen Saal des Kultur- und Tagungszentrums Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm das Smart City Forum statt.
Für die Keynote konnte die Stadt Neu-Ulm die kreative Trendsetterin, Bildungsquerulantin und Zukunftsforscherin Dr. Anja C. Wagner gewinnen. Sie wird uns Handlungsräume für die smarte Stadt der Zukunft aufzeigen. Anschließend wird die Stadt Neu-Ulm die inhaltlichen Schwerpunkte ihrer Smart-City-Strategie präsentieren. Einige der 70 konkreten digitalen Projektideen, die seit dem Start der Öffentlichkeitsbeteiligung im Herbst 2021 bei der Stadt eingegangen sind, werden vorgestellt und diskutiert.
Alle Interessierten aus der Doppelstadt und der Region sind herzlich zu dieser Präsenzveranstaltung mit Networking-Gelegenheit eingeladen. Der Eintritt ist frei. Alternativ kann die Veranstaltung auch per Livestream verfolgt werden. Aktuelle Informationen zum Neu-Ulmer Smart City Forum, auch zu den dann geltenden pandemiebedingten Einlassbestimmungen, finden Sie auf der Website https://www.wir-leben-neu.de/ sowie auf den Facebook- und Instagram-Kanälen der Stadt Neu-Ulm.

Mit der Ausstellung "ulm.zukunft.werkstatt" im m25 hat das "Digitale
Werkstattjahr 2022" begonnen. Die Ausstellung bietet eine Fülle an
Informationen aus der Projektarbeit im Zuge des digitalen Wandels in
Ulm. Videos, Filme, Slide-Show und eine Übersicht zu den Ergebnissen
aus den Projekten der Zukunftskommune geben einen Einblick in die Welt
der Digitalisierung.
Ulmer Digital-Projekte werden knapp und übersichtlich auf einer großen
Leinwand präsentiert, aus dem jüngst abgeschlossenen Förderprojekt der
Zukunftskommune werden erste Ergebnisse und Erkenntnisse auf
Stellwänden dargestellt. Das Erfreuliche hier: Viele Projekte, die
angestoßen wurden, werden von beteiligten Gruppen, Vereinen oder
Initiativen weitergeführt und entwickelt. Warum Ulm den Blick über den
Tellerrand aufs digitale Europa wagt, wird in einem Video dargestellt – und
im Kino des m25 läuft ein Film über den LoRa-Park am Weinhof, der seit
bald zwei Jahre existiert. Es gibt also viel zu entdecken und zu erkunden.
Der Eintritt ist -wie im m25 üblich- kostenlos.
Ziel der Ausstellung ist es, mit der Ulmer Bürgerschaft zu den digitalen
Themen der Stadt ins Gespräch zu kommen bei Workshops, Vorträgen
und Bürgerfragestunden. Hier ein erster Überblick über die ersten
Veranstaltungen des Rahmenprogramms zur Ausstellung:
 Dienstag, 15. März | 16 – 19 Uhr
Workshop »Online-Fundraising« Digitale Nachbarschaft – ein Projekt
von Deutschland sicher im Netz e.V – im Rahmen von "engagiert in
ulm".

 Donnerstag, 24. März | 17 – 19 Uhr
ViMA stellt sein neues Projekt ViMA Danube vor! ViMA steht für
Virtuell.Mitmachen.Aktiv! – nun auch über die Grenzen Ulms hinaus.
 Donnerstag, 31. März | 17 – 19 Uhr
Das Thema des Ulmer Initiativkreises nachhaltige
Wirtschaftsentwicklung e. V. (unw) ist heute: Digitalisierung nachhaltig
verantworten.
 Donnerstag, 7. April | ab 16 Uhr
Vormerken! Der LoRaWAN-Thementag: LoRa-Technik dargestellt am
Münster-Sensor, im LoRa-Park und mit vielen anderen
Anwendungsbeispielen.

Alle Informationen sind hier zusammengefasst:
www.ulm.de/zukunftwerkstatt
Das Programm wird kontinuierlich aktualisiert. Bitte achten Sie auch auf
unsere Beiträge auf Twitter, Facebook & Instagram. Wer selbst gern
einen Vortrag, Workshop oder Info-Abend im Rahmen der
ulm.zukunft.werkstatt anbieten möchte, kann sich direkt an die Digitale
Agenda wenden: zukunftsstadt@ulm.de.

Am 2. und 3. Mai ist Ulm Gastgeber der Morgenstadt-Werkstatt NEO des
Fraunhofer IAO. Ziel der Morgenstadt-Werkstatt ist es seit 2016, alle
Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft, Politik, Forschung und Gesellschaft
in Baden-Württemberg und darüber hinaus miteinander zu vernetzen, die
sich mit dem Thema »Kommune der Zukunft« auseinandersetzen.
Mehr Informationen:
https://www.iao.fraunhofer.de/de/veranstaltungen/2022/morgenstadt-
werkstatt-neo-2022.html

Die "bürger.werkstatt.2022" ist am 25. Juni ein weiteres Element des
digitalen Ulmer Werkstattjahres. Erste Informationen dazu und zur
vorbereitenden Vortragsreihe "Von der Zukunftsstadt Ulm zu
Ulm4CleverCity" in der Ulmer Volkshochschule sind hier zu finden:
www.ulm.de/buergerwerkstatt

Öffnungszeiten des m25, Münsterplatz 25: Mittwoch – Freitag 14 – 18 Uhr |
Samstag 10 – 18 Uhr | Sonntag 14 – 18 Uhr

Die Universität Ulm hat erneut Chancen auf eine Alexander von Humboldt-Professur und somit auf den höchstdotierten deutschen Forschungspreis. Wunschkandidat ist der KI-Forscher Professor Sven Koenig, der nun von der Alexander von Humboldt-Stiftung in einem mehrstufigen Verfahren ausgewählt wurde. Verlaufen die Berufungsverhandlungen erfolgreich, könnte Sven Koenig ab 2022 von Kalifornien nach Ulm wechseln – gefördert mit bis zu 5 Millionen Euro.

Künstliche Intelligenzen (KI) sind uns Menschen in vielen eng umrissenen Spezialgebieten haushoch überlegen. Unbekannte, komplexe Situationen können solche Systeme jedoch schnell an ihre Grenzen bringen – vor allem wenn sich mehrere KI-Akteure koordinieren müssen. Unterstützung bei der Entscheidungsfindung und Handlungsplanung mehrerer KI-Systeme verspricht der Forschungsbereich „Multi Agent Systems“. Professor Sven Koenig von der University of Southern California in Los Angeles ist führend in diesem Spezialgebiet: Er versetzt einzelne KI-Akteure oder ganze „Roboter-Teams“ in die Lage, auch in komplexen Situationen sinnvolle und zeitnahe Entscheidungen zu treffen.

Die praktische Relevanz dieses Forschungsbereichs lässt sich anhand einer Lagerhalle verdeutlichen, in der zahlreiche Roboter Online-Bestellungen abarbeiten. Wie kann der Online-Händler sicherstellen, dass die Roboter ihre Aufträge effizient, in einer bestimmten Reihenfolge erfüllen, kurze Wege wählen und dabei nicht zusammenstoßen? Für solche Szenarien hat Sven Koenig Verfahren der Optimierung sowie des maschinellen Lernens kombiniert und in langjähriger Zusammenarbeit mit „Amazon Robotics“ einen sehr effizienten Koordinations-Algorithmus entwickelt. Weitere Anwendungsgebiete finden sich beispielsweise bei der Planung von Drohnenflügen oder bei der bedarfssynchronen Produktion („just-in-time manufacturing“).

Künftig soll der Informatiker und Betriebswirt Koenig seine Expertise als Humboldt-Professor an der Universität Ulm einbringen: Verlaufen die Berufungsverhandlungen erfolgreich, wird der deutschstämmige Forscher ein neu gegründetes „Centre for Intelligent-Collaborating Systems“ leiten. „Eine Stärke der Universität Ulm ist die Verbindung der wissensbasierten KI-Forschung mit dem maschinellen Lernen. An dieser Schnittstelle bieten sich zahlreiche Anknüpfungspunkte für Professor Sven Koenig, der selbstverständlich auch ganz neue Impulse setzen wird. Wir sind positiv gestimmt, diesen außergewöhnlichen Forscher gewinnen zu können“, betont Universitätspräsident Professor Michael Weber, der selbst Informatiker ist.

Die Alexander von Humboldt-Professur richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die im Ausland forschen. Aus insgesamt 22 Nominierten hat die Alexander von Humboldt-Stiftung 10 potenzielle Humboldt-Professorinnen und -Professoren ausgewählt. Dieses Mal stammen 6 von ihnen aus dem Bereich Künstliche Intelligenz. Sind die Berufungsverhandlungen erfolgreich, wechseln die Spitzenforschenden aus den USA, den Niederlanden oder aus Großbritannien an die deutsche Universität, die sie nominiert hat. Diese Universitäten erhalten die Chance, ihr Profil durch die Humboldt-Professur zu schärfen und ihre internationale Konkurrenzfähigkeit auszubauen.
Die Auszeichnung wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für 5 Jahre mit jeweils bis zu 5 Millionen Euro finanziert. Die weitere Finanzierung trägt die aufnehmende deutsche Universität.

Zur Person Prof. Sven Koenig

Professor Sven Koenig studierte Informatik und Betriebswirtschaftslehre an den Universitäten Hamburg, Berkeley sowie an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh (USA), wo er auch promovierte. Weitere Stationen führten Koenig als „Assistant Professor“ ans Georgia Institute of Technology und an die University of Southern California in Los Angeles, wo er seit 2011 eine Professur innehat. Der vielfach ausgezeichnete Forscher ist unter anderem Fellow der renommierten American Association for the Advancement of Science (AAAS) sowie der Fachgesellschaften Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE), Association for the Advancement of Artificial Intelligence (AAAI) und der Association for Computing Machinery (ACM).

Führungen, Glückwünsche und Lobreden gab es zum einjährigen Bestehen des LoRaParks auf dem Weinhof in Ulm. Beim Festabend im Foyer der Sparkasse wurde mehrfach daran erinnert, dass das innovative digitale Projekt mittlerweile bundesweit auf großes Interesse stößt.

Wie bei jedem wichtigen Geburtstag war auch zum einjährigen Bestehen des LoRaParks die Liste der Laudatoren lang und die Glückwünsche und Ratschläge vielfältig für ein Projekt, das Heribert Fritz, Vorsitzender des Vereins „initiative.ulm.digital.“ einzigartig nannte. Das sensorbasierte Datennetz liefere Informationen über Wassertemperaturen, Gebäudeschäden, Parkplätze, Hochwasser, Besucherfrequenzen in der Innenstadt und die Rattenpopulation im Kanalnetz der Münsterstadt, berichtete Fritz bei der Begrüßung der pandemiebedingt auf 60 Personen limitierten Festgesellschaft, weshalb die Reden zusätzlich im Internet übertragen wurden. LoRaWAN ist eine Low Power Wide Area Network (LPWAN oder Niedrigenergieweitverkehrnetzwerk)-Technik für drahtlose batteriebetriebene Systeme in einem regionalen, nationalen oder auch globalen Netzwerk. Das Netzwerk ist kostenlos und kann von allen Ulmern und Neu-Ulmern benutzt werden. Ulm zählt zu den wenigen Städten weltweit, die das Funknetz besonders nutzen und ausbauen. Am Montagnachmittag konnten sich Besuchergruppen zudem bei Führungen auf dem Weinhof über das Datennetz und die möglichen Anwendungen informieren. Das Angebot der Mitarbeiter des Digitalisierungszentrums Ulm, Alb-Donau-Kreis und Biberach, mit Sitz am Weinhof, wurde gut genutzt.
Professor Dr. Frank Kargl, Leiter des Institut für Verteilte Systeme an der Uni Ulm, hob in seiner Lobrede besonders Andreas Buchenscheit, Vorstandsmitglied der „initiative.ulm.digital., als Initiator und Antreiber der LoRaWan-Aktivitäten in Ulm und Neu-Ulm hervor. „Ulm war eine der ersten Städte weltweit mit LoRaWan-Netz“, betonte Kargl. Das Funknetz fördert das Internet der Dinge (IOT), das die Vernetzung von Gegenständen aus dem Alltag wie öffentlicher Verkehr, autonomes Fahren oder Smart Home und in der Industrie, Stichwort Industrie 4.0, Medizin oder Landwirtschaft umfasst.
Der Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch wies in seinem Grußwort auf die Aktivitäten der Stadt im Bereich der Digitalisierung hin von der digitalen Agenda, Smart City und der Zukunftsstadt Ulm bis hin zum LoRaPark mit dem Unternehmen „citysens“, das digitale Produkte und Dienstleistungen entwickelt. Hier hofft Czisch auf eine wegweisende Anwendung zum Nutzen vieler Bürger. Sein Blick richtete sich auch auf die Universität Ulm und die Wissenschaftsstadt, die er als „Kraftzentrum der Stadt“ bezeichnete. „Wir bauen Brücken zwischen Bürgerschaft und Wirtschaft“, so Czisch, „und wollen nicht der Showroom für Firmen sein, die von irgendwo herkommen, sondern selbst in der Lage sein, innovativ und zukunftsfährig zu werden“. Es komme nicht auf Rankings an, „sondern dass durch Zusammenarbeit in und von der Stadt viel bewegt wird“, erklärte Czisch den Ansatz der Stadt.
Man müsse Vieles neu denken bei der Digitalisierung, sagte die Neu-Ulmer Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger, was aber nur mit den Bürgern, Wissenschaft und Wirtschaft und dem Nachbarn Ulm gelingen werde. Auch Neu-Ulm sei aktiv und innovativ. So hat die Stadt den Zuschlag für das Modellprojekt „Smart Cities – Kommunale Digitalisierungsstrategien für Städtebau und Mobilität der Zukunft“ erhalten und erarbeitet sich ein integriertes digitales Entwicklungskonzept (IDEK). In der Stadt sei auch das Thema „e-government“, also die digitale Verwaltung, auf dem Vormarsch, wenngleich es noch „Luft nach oben“ gebe, wie die Oberbürgermeisterin einräumte. Sie versprach, dass auch der digitale Service in den ländlich geprägten Stadtteilen verbessert werde. Den Initiatoren des LaRaParks riet sie: „Denken Sie weiterhin innovativ, so dass wir auf beiden Seiten der Donau weitere Schritte gemeinsam gehen können.“
„Ich bin sehr stolz, dass die digitalen Aktivitäten einen so breiten Anklang finden“, sagte Professor Michael Weber, Präsident der Universität Ulm. Der LoRaPark sei ein weiteres Beispiel „für den Innovationsgeist in dieser Stadt“. Auch er lobte das gedeihliche Zusammenspiel in Ulm von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, was in größeren Städten wie Berlin, München oder Stuttgart kaum möglich sei. In Ulm aber werde Wissenschaft in die gesellschaftliche Anwendung transportiert und transformiert.
Gastredner Jürgen Buchstaller von der Firma ball-b GmbH in Nürnberg erläuterte den Einsatz modernster Technologien bei der Rattenbekämpfung in Städten. Dieser Einsatz digitalen Monitorings schütze Umwelt und Personal und sei überdies sehr wirtschaftlich. „Bislang wurden so in 400 Kommunen 100 Tonnen Rattengift eingespart“, so Buchstaller. In Ulm kann mit der LoRaWan-Technik gegen die Nagetiere in den Kanälen vorgegangen werden.
Antonija Scheible, frühere Geschäftsführerin der citysens GmbH, empfahl den LoRaPark auf dem Weinhof für Unternehmen und Privatleute: „Das sind Anwendungen zum Austesten, zum Erfahren und Überlegen, wie man das System nutzen kann“.
Auch der neue citysens-Geschäftsführer Henning Krone spannte noch einmal den Bogen zum innovativen Projekt: „Der LoRaPark ist weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Das ist wichtig für den Standort Ulm, was sich auch geschäftlich und wirtschaftlich auswirken wird.“

Weitere Gäste
OB Katrin Albsteiger, OB Gunter Czisch, Uni-Präsident Dr. Michael Weber, Erster Bürgermeister Martin Bendel, die Professoren Dr. Hans A. Kestler und Dr. Frank Kargl von der Universität Ulm, Professorin Dr. Marianne von Schwerin, TH Ulm, Professor Dr. Olaf Jacob (Hochschule Neu-Ulm), dazu viele Unternehmer und Manager von Top-Unternehmen der Region, u.a. Christian Remy und Lukas Lobensommer, Müller Handels GmbH & Co.KG, Oberstarzt Dr. Ralf Hartmann, BWK Ulm, Dr. Stefan Bill, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Ulm, Roland Eisenlauer, Zwick Roell AG, Ralph Blankenberg, Volksbank Ulm, Klaus Eder, SWU, Ulrich Uetz, Drees & Sommer, Bernd Bosch, ABM Messservice, Albrecht Braun, Braun Steine, Mike Klamser, Sport Klamser und Vorsitzender City Marketing Ulm, Citymanagerin Sandra Walter, Armin Mahler, Airbus, Devin Sancakli, SHS, Mario Messner, Geschäftsführer Sicherheit, SHS, Manfred Oster, Marian Schneider und Marc Eifert, Gastro Menü, Armin Wendt, RAe Knorr, Ulrike Hudelmaier TFU, Dr. Christoph Hantel, vh ulm, Willy Götz, Präsident SSV Ulm 1846, Markus Marquart, ZAWIV, Robert Schwarz, Leiter Digitales der Stadt Neu-Ulm, Dr. Christian Geiger von der Stadt St. Gallen, Michael Beuschlein, Geschäftsführer SWU Netze, Roswitha Edenhofer, Landratsamt Alb-Donau, Sabine Meigel, Digitale Agenda der Stadt Ulm sowie Mitglieder des Verschwörhaus/Community, Olivier Kress und Katja Feicht, Digitalisierungszentrum sowie die Vorstandsmitglieder der Digitalinitiative Antonija Scheible, Gerhard Gruber und Björn Semjan.

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