Die Stadt Ulm hat sich laut dem heute (20.9.2022) veröffentlichten
Bitkom -Smart City Index in der Gesamtbewertung um 13 Plätze
verbessert. Im Bereich Energie und Umwelt erobert die Stadt mit
Rang 2 sogar einen Platz unter den Top10 in Deutschland.

Die Stadt Ulm hat sich in der öffentlichen Smart City Rangliste des
Vereins Bitkom um 13 Plätze (72,8 Punkte. 2021: 59,4 Punkte) auf Rang
16 verbessert. Im Bereich Energie und Umwelt schaffte es die Stadt mit
ihren digitalen Maßnahmen sogar unter die Top 10 in Deutschland. Mit
Platz 2 konnte Ulm bei diesen Bewertungen 40 Plätze seit dem
vergangenen Jahr gut machen. Auch in den Bereichen Verwaltung und
Gesellschaft zeigt die Tendenz nach oben.

Für Czisch ist das ein Grund zur Freude. Dennoch bleibt er realistisch:
„Wir messen uns grundsätzlich an der Entwicklung unserer eigenen
Maßnahmen und an kommunalpolitisch festgelegten
Handlungsschwerpunkten. Und dies sehr kritisch. Die Kriterien der
verschiedenen öffentlichen Klassifikationen nehmen wir natürlich mit
Spannung zur Kenntnis. Sie sind jedoch nicht entscheidend für unser
Vorhaben, unseren Weg hin zu einer digitalen und nachhaltig geprägten
Stadt mit großer Bürgerorientierung mit Nachdruck weiterzugehen.“

Auch Sabine Meigel, Leiterin der Geschäftsstelle Digitale Agenda, wo
gerade ein Treffen der zehn deutschen Städte, mit denen Ulm im Bereich
Digitalstrategie zusammenarbeitet, stattfindet, betont: "Für das Gelingen
der Digitalisierung in Deutschland ist es absolut notwendig, dass Städte in
kommunaler Kollaboration arbeiten. Dieser Ansatz wird durch die Smart
City-Förderung des Bundes, an der Ulm auch beteiligt ist, stark
vorangetrieben. Dagegen erwecken Rankings oft den Eindruck, als würde
jede Stadt allein die digitale Transformation voranbringen können. Das ist
falsch. Nicht als Konkurrenten gegen-, sondern miteinander arbeiten, das
ist der richtige Weg."

„Ich freue mich, dass uns wieder Topführungskräfte über die Digitalisierung in ihrem Haus informieren“, sagte Heribert Fritz, Vorsitzender der „initiative.ulm.digital“, bei der Vortragsveranstaltung „10 x 10 digital.konkret“ in der gut besuchten Kundenhalle der Sparkasse Ulm. Fritz lobte die Sparkasse als „digitales Vorzeigeunternehmen“. Hausherr Dr. Stefan Bill, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Ulm, gab das Lob zurück und bezeichnete die Initiative sowie die Vortragsveranstaltung als wichtig und wegweisend.

Nach Hans-Joachim Endress, Vice President Residential Sales & Service Europe and Pacific des Gartengeräteherstellers Husqvarna, macht allein schon die Größe des Unternehmens den Einsatz digitaler Techniken und Strategien notwendig. 15 000 Mitarbeiter in 28 Produktionsstätten weltweit müssten optimal vernetzt werden. „Wir sind ein altes, traditionsreiches Unternehmen, das aber oft so aktiv wie ein Start Up ist“, betonte der Geschäftsführer, der live in die Sparkassen-Kundenhalle geschaltet wurde. In der Vergangenheit habe man sich zu sehr auf den Verkauf der Rasenmäher und Bewässerungsanlagen über Vertriebsmitarbeiter und Händler konzentriert. Zum einen wandle sich das Einkaufsverhalten der Kunden in Richtung Internet, zum anderen gebe es große Probleme bei den Händlern Betriebsnachfolger zu finden. Daher konzentriere sich Husqvarna verstärkt auf E-Commerce und Webshops, vermeide aber Amazon und überlasse den Händlern das After Sale-Geschäft. Aus diesem Grund werde das digitale Marketing, zum Beispiel auch mit Influencern, verstärkt. Für Werbung und Verkauf braucht das Unternehmen laut Endress viele Informationen. „Wir wollen und müssen mehr wissen über unsere Kunden“. Und auch bei den Produkten gibt es einen Wandel von Benzin- zu Akku-Geräten und zu Apps, die unter anderem per Handy immer genauere Steuerungen von Mährobotern und Bewässerungssystemen ermöglichen, die die Gartenpflege erleichtern.

Ebenfalls mehr Daten über Objekte und Kunden will Johannes Hirn zusammenführen. „Mehr Daten für Kunden bedeuten mehr Qualität“, so Hirn. Der Geschäftsführer der Hirn Projekt GmbH in Ulm wies auf den Wandel im Maklerbereich hin, nämlich hin zu virtuellen Haus- und Wohnungsbesichtigungen und Beratungen per E-Mail. Mit der Digitalisierung wolle man ein einheitliches Qualitätsmanagement und auch ein papierloses Maklerbüro schaffen, Denkmuster aufbrechen und dadurch „mehr Zeit für den Kunden“ zur Verfügung haben. „Am Ende des digitalen Prozesses muss aber immer der Mensch stehen“, sagte Johannes Hirn.

Ganz andere Erfahrung mit der digitalen Transformation macht derzeit Petra Engstler-Karrasch, Geschäftsführerin der IHK Ulm. 79 IHK-Geschäftsstellen, darunter auch die in Ulm, wurden im Sommer Opfer eines Hacker-Angriffs. „Es herrscht Chaos und es gibt größte Schwierigkeiten, die verschiedenen Medien zusammenzubringen“, räumte Petra Engstler-Karrasch ein. „Wir sind nur bedingt arbeitsfähig“. Grundsätzlich müsse man die digitalen Veränderungen aktiv gestalten und begleiten. Dies werde dadurch unterstützt, dass die IHK Ulm die Digitalisierung im Verbund mit anderen IHK im Land vorantreibe. Diese Hilfe sei notwendig, sonst hätte die IHK die Flut der Anträge auf Corona-Soforthilfe, die über die IHK gelaufen sind, nicht bewältigen können, sagte die IHK-Geschäftsführerin.

Aus der Sicht einer Behörde informierte Landrat Thorsten Freudenberger über den digitalen Wandel, „der nicht nur Spaß gemacht hat“, im Landratsamt Neu-Ulm, wo in manchen Büros bis vor wenigen Jahren noch auf Schreibmaschinen getippt wurde. Wichtig sei, so der Landrat, „alle beim Prozess mitzunehmen und als Führungskraft selbst mit gutem Beispiel voranzugehen“. Da die Umstellung auf digital in einer Behörde „nicht eins zu eins möglich ist“ werde der Wandel mit einem Prozessmanagement begleitet. Und die Transformation geht voran: So gibt es im Landkreis Neu-Ulm schon über 200 digitale Antragsmöglichkeiten und für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mobile und somit digitale Arbeitsplätze. Da aber nicht alle Landkreisbewohner internetaffin sind, helfe die Behörde mit digitalen Bürgerzentren im Kreisgebiet. Grundsätzlich sei der digitale Wandel ein Prozess, „für den wir jugendlichen Mut, manchmal auch Leichtsinn brauchen“, so Freudenberger.

„Ulm baut um“ lautet der Slogan der Ulmer Baubehörde, der auch für die digitale Transformation in Ulm und in der Stadtverwaltung gelte, betonte Martin Bendel, der aus Bonn zugeschaltet wurde. „Das ist ein schwerer Tanker, der den Wandel schaffen muss“, sagte der Ulmer Finanzbürgermeister. Die Stadt Ulm veranschlage pro Jahr rund drei Millionen Euro für digitale Projekte, 2000 der 3000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiteten mit mobilen Endgeräten und die städtische IT-Abteilung sei jährlich mit rund 20 000 Supportanfragen beschäftigt, verdeutlichte Bendel die Dimensionen. Mobiles Arbeiten sei für das städtische Personal möglich, auch dank E-Akten und allen wichtigen Infos im städtischen Netz. Für die Transformation benötige man ein „Roadmap“ mit Orientierung auf den Nutzen, schließlich wolle die Stadt „Mehrwerte schaffen“. Wichtig seien nach wie vor Datenqualität und Datenschutz sowie eine bessere Qualität der Lösungen für die Nutzer.

Steffen Maurer, Geschäftsführer der Maurer Veranstaltungstechnik GmbH, berichtete von der katastrophalen Entwicklung in der Pandemie für seine Branche. Seine Firma, bei Bedarf auch im Verbund mit sechs Partnerunternehmen als „Event Partner“, erweiterte „aus der Not“ die Dienstleistungen und richtete drei unterschiedlich große TV-Studios. Seitdem planen Maurer und „Event Partner“ digitale Kongresse und Firmenveranstaltungen. Die Teilnehmer saßen zuhause vor dem Bildschirm wurden aber in die Veranstaltung miteinbezogen und aßen das gleiche Gericht, dessen Zutaten nach Absprache tags zuvor geleifert wurden. Die 3D-Welt der „Event Partner“ vereint Entertainment, Messe und Informationen, die auch in mehreren Sprachen und verschiedenen Ländern gesendet werden und als Aufzeichnung sogar dauerhaft präsent sind und als Content hinterlegt und archiviert werden können. Auch wenn wieder Präsenzveranstaltungen möglich sind, würden die digitalen Möglichkeiten im Veranstaltungsbereich weiterhin angeboten und weiter entwickelt, getreu dem Grundsatz: „Das Beste aus beiden Welten“, versicherte Michael Demuth, Inhaber der Agentur ME und „Event Partner“.

Thomas Eifert, Geschäftsführer der gastromenü GmbH, arbeitet vielfältig digital, etwa mit APPs für die Bestellungen für 290 Kitas, die gastromenu beliefert, Webshops für Gutscheine und Event-Tickets. Und auch im Sterne-Restaurant „Seestern“, in dem der Gast seit 2019 nicht nur Tisch, Personenzahl, Tag und Uhrzeit reservieren, sondern auch Wein und Menü wählen sowie auf Wünsche wie vegetarisch oder auf Allergien verweisen kann. „Das nutzen in unserem Sterne-Restaurant 60 Prozent der Gäste“, so Eifert. Das habe nicht nur Vorteile für die Gäste, sondern auch für die Küche, die sich so perfekt auf den Abend und die Wünsche der Gäste vorbereiten könne. Einen Tag vor dem Termin erhält der Gast eine Erinnerung, mit der er die Reservierung bestätigen muss. Tut er das und erscheint aber nicht zum vereinbarten Termin werden 50 Euro je fehlendem Gast berechnet. Seitdem sei das allgemein die Gastronomie belastende Thema „No Show“, also reservieren, aber nicht erscheinen, im „Seestern“, in dem aktuell zwei Sterne-Köche arbeiten, kein Problem mehr, versicherte Eifert, der sich auch persönlich um die – ebenfalls online -abgegeben Bewertungen seiner Gäste kümmert. Sein Fazit: „Gastronomie und Digitalisierung passen sehr gut zusammen“.

Andreas Buchenscheit, Geschäftsführer der Ulmer Cortex Media GmbH, berichtete über vielfältige digitale Anwendungsmöglichkeiten von Infoseiten wie „Frag Mutti“ über digitale Hinweisgeber in Museen, aber auch von den Herausforderungen für große Unternehmen mit vielen Niederlassungen weltweit, diese immer gleichzeitig, stets aktuell und auch in den jeweiligen Landessprachen zu informieren. Das gelinge einfach und wenig aufwendig nur mit speziell konfigurierten Cloud-Lösungen. „Ein Browser reicht dafür nicht mehr aus“, so Buchenscheit, dessen Unternehmen speziell für diese Probleme Lösungen sucht und findet.

Voll gestopft mit Wissen genossen anschließend die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das ganz reale Finger Food von Gastro Menü und nutzten die Möglichkeit zum zwanglosen Kontakten bei erfrischenden Getränken und coolem Barjazz mit Joe Fessele am weißen E-Piano mit Sängerin Lea Knudsen.

Sehr produktiv ist die diesjährige Klausurtagung der initiative ulm digital verlaufen. In der Oldtimerfabrik Classic in Neu-Ulm diskutierten Andreas Buchenscheit, Heribert Fritz, Bernd Pötter, Björn Semjan, Antonija Scheible), Roland Eisenlauer, Prof. Frank Kargl, Sabine Meigel, Gerhard Gruber und Niklas Schütte, der neue Leiter des Verschwörhauses, die anstehenden Schwerpunktthemen, Veranstaltungen und Aktionen für die folgenden Monate. Vereinsvorsitzender Herbert Fritz lobte am Ende der Klausurtagung die konzentrierte und produktive Zusammenarbeit. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war der informative Vortrag von Prof. Dr. Michael Denkinger, Chefarzt und Ärztlicher Direktor von Agaplesion Bethesda Klinik Ulm, über das Thema „Daheim Dank Digital“.

Exkursionen zu Unternehmen in der Region
Diskutiert und geplant werden Exkursionen zu Unternehmen in der Region, die die digitale Transform14. Septation anschaulich um- und einsetzen.

Geplante Aktivitäten
Jahresveranstaltung am 26.10.2022 im Wiley Club in Neu-Ulm mit Schwerpunkt „Populäres Quantencomputing und Quantensensorik“. Der Schwerpunkt wurde deshalb gewählt, weil Quantencomputing ein komplexes Thema ist, das in Unternehmen und in der Gesellschaft noch nicht so richtig angekommen ist. Außerdem ist Ulm Hauptstandort für Quantencomputer in Deutschland mit einer Gesamtförderung von zwei Milliarden Euro. Mögliche Themen der Jahresveranstaltung sind Supercomputing heute, Quantensprung, Quantencomputing und Anwendungsszenarien.

Zwei Mal 10 x 10 digital.konkret
Am 14. September 2022 heißt das Thema der Vortragsveranstaltung 10 x 10 digital konkret „Die Ulmer und Neu-Ulmer auf dem Weg der Digitalisierung“.
Am 7. Februar 2023 geht es um das Thema „Cyber Security in der Cloud“.
Die Veranstaltungen finden – wie immer – im Foyer der Sparkasse Ulm statt.

Vereinsaktivitäten
Überlegt werden auch gemeinsame Aktivitäten für die Vereinsmitglieder, beispielsweise ein Kinobesuch am 14.12.2022 zur Premiere des Films Avatar II und eine Weihnachtsfeier am 20.12.2022. Weitere Aktivitäten werden noch überlegt.

Neues Format: Mitgliedsunternehmen stellen sich vor
Diskutiert wurde auch ein neues Format im bisherigen Format 10 x 10 digital.konkret. Hier könnten sich Mitgliedsunternehmen den Mitgliedern bei einem Besuch vor Ort präsentieren und die digitale Transformation vorstellen. So wären beispielsweise Besuche bei Beurer, Zwick Roll oder den SWU-Leitstellen mögflich.

Förderung von Projekten
Der Verein wird weiterhin innovative Projekt mit Kontakten, Fachwissen und Geld fördern. So soll Jugend forscht – Sonderpreis im Bereich Informatik / Digitalisierung – in Höhe von 500 €uro unterstützt werden. Unterstützt wird auch das Projekt Einstein Motorsport der Hochschule Ulm. Geprüft wird auch, ob der Verein künftig den Wettbewerb StartUp BW unterstützt.

Auslobung eines Wettbewerbs „Digitale Ideen
In Planung ist auch ein großer Wettbewerb mit dem Oberbegriff „Digitale Ideen für die städtische Gesellschaft“. Die Anforderungen und Details sowie Broschüren und Internetauftritt für den Wettbewerb werden in den kommenden Monaten diskutiert und ausgearbeitet. Die Digitalinitiative will den Wettbewerb mit 15 000 Euro dotieren.

Die nächsten wichtigen Themen
Weiter ging es darum, welche Themen in Pandemie- und Kriegszeiten für Unternehmen, aber auch andere Interessensträgern der Gesellschaft von besonderer Bedeutung sind und welche Themen die initiative.ulm.digital e.V. überbetonen und angehen möchte. Das sind die Themen Cyber-Security und Datenschutz z.B. Cloud Themen sowie Quantencomputing und Quantensensorik
Grundsätzlich geht es der Digitalinitiative um:
Technologie – Innovationen
Technologie – Adaption im Format wie digital.konkret
Technologie – Einzug in die Gesellschaft

Digitale Helfer für alte Menschen
Prof. Dr. Michael Denkinger, Chefarzt und Ärztlicher Direktor von Agaplesion Bethesda Klinik Ulm, referierte abschließend über das Thema „Daheim Dank Digital“ und über das gleichlautende Forschungsprojekt in und von der Agaplesion Bethesda Klinik Ulm. Bei dem Projekt geht es um digitale Helfer, die es alten und auf Unterstützung angewiesenen Menschen ermöglichen, ein weitgehend eigenständiges Leben zu Hause zu ermöglichen. Deutlich wurde im Vortrag, dass es jetzt schon viele digitale Helfer für ein digitales Zuhause gibt. Ausschlaggebend sei aber, so Denkinger, dass die jeweiligen Geräte, APPS und Software von den alten Menschen auch verstanden und bedient werden können – und damit auch akzeptiert werden. „Erst dann sind sie auch eine wirkliche Hilfe im Alltag“, so Denkingers Bilanz zum Zwischenstand des Forschungsprojekts.

Viel Lob und viele Informationen über aktuelle digitale Projekte und Pläne in den Städten Ulm und Neu-Ulm hat es bei der Mitgliederversammlung des Vereins „initiative.ulm.digital“ im Haus der Donau gegeben. Bei den Wahlen wurde der Vorstand im Amt bestätigt. Zum Vorsitzenden wurde erneut Heribert Fritz gewählt.

„Digitale Talente und Ideen fördern und Macher unterstützen“, so fasste Heribert Fritz, Vorsitzender des Ulmer Vereins „initiative.ulm.digital“, zu Beginn der Mitgliederversammlung im „Haus der Donau“ die Ziele der Unternehmerinitiative, „die der Allgemeinheit dient“, zusammen. Der Verein habe seit seiner Gründung im Jahr 2016 „Wissenschaft, Stadtpolitik und Wirtschaft gut zusammengebracht“. Ulm habe als „dritte Stadt weltweit“ die LoRaWan-Technik installiert, so Fritz.
Das sah auch der Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch so. Für ihn ist der Verein und seine Mitglieder ein „Think Tank für Ulm“. Die Initiative sei auch ein erfolgreiches Beispiel dafür, „wie wir die Dinge gemeinsam in die Hand nehmen“. Die digitalen Innovationen und vor allem die Daten, die in der Stadt gesammelt werden, sollen in der Stadt bleiben. „Daten sind Geld und von den Daten sollen alle Bürger profitieren“, betonte Czisch.
Professor Dr. Michael Weber, Präsident der Universität Ulm, bezeichnete die Initiative als „Katalysator in der Stadt“. Der Initiative gelänge es immer wieder, digitale Themen besonders hervorzuheben und zu platzieren, wie nun beispielsweise das Quantencomputing. Auch habe das Digitale Einfluss, wie das Studium neu gestaltet werde mit Coworking Space und innovativen Bildungsformaten.
Antonija Scheible berichtete über die Arbeit des Vereins und versicherte stellevertretend für alle Vorstandsmitglieder: „Wir sind nach wie vor mit viel Herzblut dabei“.
Andy Buchenscheit sprach von einem „verrückten Jahr“ und verwies auf die Vortragsveranstaltungen „10 x 10 digital konkret“ zu den Themen Gastronomie und Handel sowie Bildung, die Jubiläumsveranstaltung „Ein Jahr LoRaWan“ und die jährliche Klausurtagung die 2021 teils in digitalen Formaten, aber nicht minder erfolgreich angeboten und durchgeführt wurden. Mit dem LoRa-Park am Weinhof ist Ulm aktuell auf der Expo in Dubai vertreten. Mit der Information, dass eine Live-Schaltung von dort nach Ulm „an der fehlenden Drehgenehmigung des Emirats“ gescheitert sei, sorgte Buchenscheit für Schmunzeln bei den rund 30 anwesenden des rund 70 Mitglieder starken Vereins. Buchenscheit kündigte an, dass die kommende Jahresveranstaltung das Thema Quantencomputer im Fokus habe. Weiter wolle man das Verschwörhaus mit seinem neuen Leiter Niklas Schütte unterstützen und sich im laufenden Jahr um die Themen Fake News und IT-Sicherheit kümmern. Buchenscheit: „Auch für Unternehmen ist die Medienkompetenz unglaublich wichtig“.
Für die Stadt Ulm stellte Sabine Meigel zusammen mit Gerhard Gruber das Projekt „Smart City“ vor, für das Daten Ulmer Bürger und Daten aus vielen verschiedenen Bereichen gesammelt werden und die dann zum Nutzen der Stadt und der Bürgerschaft gebündelt und vernetzt wieder eingesetzt werden sollen. Ziel sei es eine zentrale Datenplattform als „Hafen für Ulmer Daten“ zu schaffen. Denn Daten und dazugehörige technische Lösungen gewinnen zunehmend an Relevanz für alle Kommunen in allen Größen. Die Plattform integriert und aggregiert heterogene und verteilte Daten aus verschiedenen Systemen, IoT-Lösungen und Anwendungen und stellt sie gebündelt bereit.
So sollen übergreifende Verknüpfungen von Daten, Tätigkeiten und Dienstleistungen des alltäglichen Lebens entstehen, die die Bürgerschaft komfortabel mit der Stadt verbindet und neue Dienstleistungs- und Wertschöpfungsinnovationen für die ansässigen Unternehmen schafft. Laut Meigel geht es nun darum, wie die Kommunen von unseren Erfahrungen und Lösungen profitieren können, wie die Lösungsansätze für kleine und mittelgroße Kommunen aussehen, die sie weder personell noch finanziell überfordern und wie die dazugehörigen Geschäftsmodelle bzw. Vertriebsmodelle aussehen.
Robert Schwarz, Zukunftsbeauftragter der Stadt Neu-Ulm, informierte über die digitale Stadtentwicklung und das IDEK und Smart City-Projekt. „Wir arbeiten an einer praxisnahen, individuellen Digitalisierungsstruktur“, so Schwarz, der die erkrankte Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger vertrat. Maßstäbe einer erfolgreichen digitalen Transformation seien Nachhaltigkeit und Menschlichkeit, sagte Schwarz. Große Projekte in Neu-Ulm in diesem Bereich sind Digitaler Zwilling, Rollendes Stadtlabor, Smart-City-Dashboard und eine urbane Datenplattform. Um dies optimal zu erreichen wolle man Synergien in der Region Ulm/Neu-Ulm nutzen.
Wie der Verein junge Talente fördert, verdeutlichten Karl Wiesmayer und Iliya Glamazdin. Die beiden THU-Studenten, Sprecher des 70 Mitglieder starken Einstein Motosport-Teams, informierten über den technischen Stand und das Konzept des aktuellen Rennwagens, der an der Hochschule konstruiert wird und mit dem der studentische Rennstall an der „Formula Student“, dem größten Konstruktionswettbewerb der Welt, teilnimmt. „An dem Wettbewerb beteiligen sich weltweit rund 800 Hochschulen“, so Karl Wiesmayer, der wie alle anderen Studierenden in seiner Freizeit das hochtechnische Auto für die Rennen vorbereitet. Aktuell tüftelt das Team an einem elektrischen Rennwagen mit autonomem Fahrsystem, was von der „initiative.ulm.digital“ mit Geld, Wissen und Firmenkontakten unterstützt wird.
Vereinskassier Björn Semjan informierte anschließend die Mitglieder über das Vereinsvermögen und einen stabilen Kassenstand.

Vorstand von sechs auf vier Mitglieder reduziert

Die Vorstandsmitglieder Bernd Pötter und Gerhard Gruber, der seit der Vereinsgründung im Vorstand wirkte, hatten schon im Vorfeld angekündigt, aus Zeitgründen nicht mehr für den Vorstand kandidieren zu wollen. Heribert Fritz bedankte sich ausdrücklich für deren engagierte Mitarbeit, die beide im Vereinsbeirat fortsetzen wollen. Das Ausscheiden der Vorstandsmitglieder wurde zum Anlass genommen, das Gremium von sechs auf vier Personen zu reduzieren. Die Mitglieder stimmten einem entsprechenden Antrag des Vorstands zu.

Vorstand im Amt bestätigt

Bei der Wahl wurden dann die Vorstandsmitglieder Antonija Scheible, Andreas Buchenscheit und Björn Semjan, ebenso wie als Vorsitzender der langjährige Vereinschef Heribert Fritz im Amt bestätigt.

Die diesjährige Mitgliederversammlung des Vereins „initiative.ulm.digital e.V.“ findet am Dienstag, 3. Mai, im Haus der Donau in der Kronengasse in Ulm statt. Beginn ist um 18.30 Uhr.
Bei der Mitgliederversammlung des Vereins „initiative.ulm.digital e.V.“ werden nach den Grußworten von Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger, Oberbürgermeister Gunter Czisch und von Professor Dr. Michael Weber, Präsident der Universität Ulm, aktuelle Vereinsprojekte erläutert. Außerdem stehen die Wahl des Vorstands und des Vorstandsvorsitzenden für die Periode 2022 bis 2024 auf der Tagesordnung. Die Versammlung beginnt um 18.30 Uhr.

Derzeit läuft im m25 am Schuhhausplatz in Ulm die Ausstellung „ulm.zukunft.werkstatt“ (noch bis 8.Mai). Die Digitale Agenda zeigt dort die ersten Ergebnisse aus der Projektarbeit der Zukunftsstadt Ulm und informiert in Vorträgen, Workshops und Bürgerfragestunden über Ulmer Digitalprojekte.
Passend dazu hat das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation aus Stuttgart seine bereits zum fünften Mal stattfindende »Morgenstadt Werkstatt NEO« nach Ulm gelegt. An zwei Tagen (2.und 3. Mai) sind Kommunen und Landkreise eingeladen, sich vor Ort und online mit dem Thema »Kommune der Zukunft« auseinanderzusetzen
Zur Eröffnung wird Innenminister Thomas Strobl am Montag, 2. Mai, 10 Uhr im Haus der Begegnung erwartet. In Ulm dabei sein wird auch Univ.-Prof. Dr. rer. oec. habil. Katharina Hölzle, seit 1. April neue Institutsleiterin am Fraunhofer IAO. Das detaillierte Programm gibt es hier.

Die Smart City Strategie Ulm stößt bundesweit auf großes Interesse: Mehr als 130 Vertreter aus Kommunen, Landkreisen und Institutionen sind der Einladung der Bonner Koordinierungs- und Transferstelle Modellprojekte Smart Cities (KTS) gefolgt, die am Dienstag (5. April 2022) in Ulm ihre dritte Regionalkonferenz ausrichtete unter dem Thema „Smart-City-Strategien gemeinsam entwickeln und Chancen nutzen in meiner Region“.
Ulm ist eine der ersten Städte in Deutschland, die eine eigene Smart City Strategie entwickelt und auf den Weg gebracht hat. Genau darüber wollten die Gäste mehr erfahren, die sich virtuell in einem Blausteiner Studio versammelt hatten und unter anderem aus Gera, Paderborn und Wolfsburg zugeschaltet waren.
Die KTS versteht sich als Schaltstelle, die Digitalisierungswissen sammelt und an die Modellprojekte Smart Cities (MPSC) weitergibt, im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), unter dessen Dach die Smart City Themen & Projekte seit dem Regierungswechsel beheimatet sind.
Wissen zur Verfügung zu stellen, sei das eine – wie es letztlich genutzt wird, das entscheide sich in den Kommunen. Dort helfen Smart City Strategien, den Weg des digitalen Wandels konsequent zu gehen, um die Zukunft sinnvoll und souverän gestalten zu können. Das Beispiel Ulm zeige, wie eine solche Strategie ausgestaltet werden kann. „Digitalisierung ist kein Spielzeug, sie ist kein Selbstzweck“, stellte Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch als eine Maxime seinen Überlegungen voran – und solche „Leitplanken“ seien wichtig.
Den Weg des digitalen Wandels selbst geben in Ulm die Bürger vor: „Aus der Bürgerschaft kamen die Impulse, die dann in der Verwaltung und mit Experten intensiv diskutiert wurden“, berichtet er. Es gehe darum, die eigenen Stärken zu erkennen und weiter zu stärken. Die daraus resultierenden Projekte seien Experimentierfelder und erste Gradmesser gewesen – und mündeten schließlich in die Smart City Strategie Ulm, die im Oktober 2021 vom Gemeinderat verabschiedet wurde.
Eine Expertenrunde mit Professor Gerhard Steinebach von der TU Kaiserslautern, Dr. Robert Thomann, Innovationsmanager der MVV Energie AG in Mannheim, Professorin Melanie Humann als Wissenstransfer-Expertin der Agentur Urban Catalyst und Sabine Meigel, Leiterin der Digitalen Agenda Ulm, diskutierte die Herausforderung, eine Smart City Strategie zu entwickeln aus verschiedenen Perspektiven, ehe die Teilnehmer aus dem Bundesgebiet in eigenen – ebenfalls virtuellen – Arbeitsgruppen detaillierter ins Konferenzthema einstiegen.

Wie sieht digitale Verwaltung in einer digitalen Stadt aus? Darüber referieren im Rahmen der Reihe „Von der Zukunftsstadt Ulm zu Ulm4CleverCity“ Martin Bendel, Erster Bürgermeister der Stadt Ulm, und Prof. Dr. Jörn von Lucke, Zeppelin Universität Friedrichshafen Mittwoch, 6. April 2022, im Club Orange in der Volkshochschule Ulm. Die Vorträge beginnen um 19.30 Uhr.
In vielen Bereichen von Forschung, Politik und Wirtschaft werden Projekte entwickelt und durchgeführt, an denen auch Bürgerinnen und Bürger beteiligt sind. Um die Ergebnisse aus diesen Projekten und das neue digitale Wissen der Bürgerschaft zu vermitteln und verständlich zu machen, bieten die Ulmer Volkshochschule, die Digitale Agenda der Stadt Ulm und das ZAWiW der Universität Ulm eine Vortragsreihe an: „Von der Zukunftsstadt Ulm zu Ulm4CleverCity“. An den Vortragsabenden sollen Teilprojekte oder ausgewählte Themen der Digitalisierung vorgestellt werden. Am Mittwoch, 6. April, geht es um aktuelle Fragen rund um den digitalen Wandel in der Verwaltung. Was prägt die digitale Stadt und ihre digitale Verwaltung? Was muss in Ulm getan werden, um den Transformationsprozess der Digitalisierung gemeinsam erfolgreich zu gestalten?
Die Digitalisierung der Stadtverwaltung und ihrer Verwaltungsleistungen ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Die Anforderungen und Erwartungen an digitale Angebote, Verwaltungseffizienz und Serviceorientierung nehmen stetig zu. Zudem gibt das Onlinezugangsgesetz (OZG) mit Hilfe von rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen den Takt vor für die Einführung von Online-Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger. Die Stadtverwaltung forciert aktiv den digitalen Wandel der Stadt, um ihren Rollen als Ermöglicherin, Partnerin, Dienstleisterin und Arbeitgeberin gerecht zu – werden. Dazu gehört auch, gewohnte Strukturen und Abläufe zu hinterfragen und der Mut zur Gestaltung, Veränderung und Innovation. Zugleich bedarf es aber auch überzeugender Leitbilder, ambitionierter Ziele, motivierter Mitarbeiter*innen und eines hohen Grads an Durchhaltevermögen.
Wie dies konkret gelingen kann, diskutieren Ulms Erster Bürgermeister Martin Bendel und Prof. Dr. Jörn von Lucke im gemeinsamen Gespräch. Der Vortrag kann auch online via Zoom besucht werden: Auf www.ulm.de/buergerwerkstatt findet sich der entsprechende Zugangslink. Ziel der gesamten Vortragsreihe ist es, die Ergebnisse des Projektes „Zukunftsstadt Ulm“ anschaulich darzustellen und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern hierüber ins Gespräch zu kommen. Hier können ebenfalls Chancen und Risiken der digitalen Entwicklung diskutiert werden. Damit alle mitmachen können – unabhängig, ob sie vor Ort sein können oder nicht – findet im Anschluss an die Vorträge eine Onlinebeteiligung für alle Interessierten statt. Das soll Raum für mehr Mitsprache und Austausch eröffnen.
Zum Abschluss der Vortragsreihe wollen die Beteiligten die Themen und Diskussionen in der bürger.werkstatt.2022 zusammenführen.

Von April bis Oktober 2021 wurde in einem Forschungsprojekt der Zukunftsstadt 2030 mit einem von der Technischen Hochschule Ulm (THU) eigens dafür entwickelten Prototypen die Nutzungshäufigkeit von Fahrradständern an den Standorten Neue Mitte und in der Lautengasse in Ulm gemessen. Mit Hilfe sensorgestützter Technik wurde die Zahl der dort abgestellten Räder erfasst. Mittlerweile liegen die Ergebnisse vor.
Das Ziel war es, auf der Grundlage der gewonnenen Messdaten
verschiedene Standorte hinsichtlich ihrer Eignung als potentielle
Standorte für Fahrradständer zu bewerten. In Zusammenarbeit mit der
Mobilitätsabteilung der Stadt Ulm wurden die Sensordaten an der THU
ausgewertet, analysiert und anschließend bewertet. Das Ergebnis: An
beiden untersuchten Standorten besteht grundsätzlich Bedarf an
Fahrradstellmöglichkeiten – aber in deutlich unterschiedlichem Ausmaß.
Während der Standort Lautengasse kaum zur Hälfte genutzt wurde, war
der Versuchs-Fahrradständer in der Neuen Mitte besonders an
Wochenenden immer belegt. Der Bauhof hat bereits reagiert und dort
dauerhaft einen Bügelständer für Fahrräder installiert.
Die über die Sommermonate gewonnenen Nutzungsdaten sind für die
städtischen Mobilitätsplaner eine wichtige Hilfe: Viel nachgefragte
Standorte lassen sich von weniger nachgefragten objektiv unterscheiden,
das verhindert Fehlplanungen und unnütze Investitionen. Zur
Datengewinnung hat die THU auf das städtische LoRaWAN-Netz gesetzt.
Mit dieser quelloffenen Funktechnologie lassen sich kleine Datenmengen,
wie ein einfaches ja oder Nein, einfach übermitteln.
Immer wenn ein Fahrradreifen von einem der im Versuchsfahrradständer verbauten Sensoren erfasst wurde, gab es ein Signal, das an die THU gesendet wurde.
Auch vor kleineren Fehlschlägen blieben die Forscher nicht verschont:
Während der ersten Messungen fiel auf, dass die elektronische Zählung
immer weniger Fahrräder ergab, als tatsächlich dort standen. Des Rätsels
Lösung: Viele Fahrradfahrer*innen schoben ihre Fahrräder soweit durch
den Bügelständer durch, dass keiner der Reifen von den Sensoren mehr
erfasst wurde. Also wurde am Versuchs-Fahrradständer eine Querstange
montiert, die das verhindert und so das Problem gelöst.

Topresonanz auf 10 x 10 Digital.Konkret – Bildung II
Unsere erste Vortragsveranstaltung 10×10 Digital.Konkret in diesem Jahr war erneut ein großer Erfolg. Unsere zweite Veranstaltung zum Thema Bildung, die von Frank Kargl organisiert und von Andreas Buchenscheit moderiert wurde, verfolgten 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am PC. Auf youtube https://www.youtube.com/playlist?list=PLKzcpZfb73_V-KhWf6yhaV4-w9gn-o6EG verzeichneten wir bis jetzt 152 Aufrufe der Vorträge und auf Linkedin gab es rund 1800 Posts. Themen und Inhalte waren sehr gut gewählt und von den Referentinnen und Referenten professionell und anschaulich aufbereitet. Die Vortragsveranstaltung wurde erneut durch unser Vorstandsmitglied Steffen Maurer technisch umgesetzt.

Die Morgenstadt Werkstatt in Ulm
Am 2. und 3. Mai ist Ulm Gastgeber der Morgenstadt Werkstatt NEO – einer Initiative des Fraunhofer IAO. Die Idee hinter der Morgenstadt: Wie erschafft die Digitalisierung substanzielle Mehrwerte für Kommunen und ihre Bürgerinnen und Bürger?
Was kann und was muss für Landkreise, Städte oder Dörfer in Baden-Württemberg getan werden, die mit intelligenten digitalen Technologien das Leben der Bürgerinnen und Bürger verbessern wollen? Ob Energie- oder Mobilitätswende, demografischer oder digitaler Wandel: Kommunen sehen sich einer Vielzahl von Herausforderungen gegenüber. Angesichts solcher komplexen Problemstellungen braucht es branchenübergreifende Ideen und Lösungsansätze. Genau einen solchen Dialog ermöglicht die Morgenstadt Werkstatt NEO, ein kollaboratives Format, das die zusammenbringt, die etwas verändern wollen.
Ziel der Morgenstadt Werkstatt ist es seit 2016, alle Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft, Politik, Forschung und Gesellschaft in Baden-Württemberg und darüber hinaus miteinander zu vernetzen, die sich mit dem Thema »Kommune der Zukunft« auseinandersetzen. Themen und Projekte wie Smart Cities & Regions, interkommunale Zusammenarbeit, Sustainable Development Goals, Zukunftskommune@bw, OZG-Prozesse, Crowdinnovation und digitale Kommunikation werden vorgestellt, diskutiert und weiterentwickelt.
Als interkommunale Veranstaltungsplattform bietet die Werkstatt viel Raum, Erfahrungen zu teilen und neue Partnerschaften und Allianzen zu schmieden und fortzuführen. Das Verhältnis zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft verändert sich durch die Digitalisierung. Entscheidend für Kommunen sind neue Partnerschaften über Open Innovation zu etablieren und neue Wege zu gehen. Innovationen entstehen nicht von selbst, Zukunft muss aktiv vorausgedacht werden. Ständig kommen neue Technologien und Dienstleistungen auf. Es braucht also neue Werkzeuge und Prozesse zur Zukunftserschließung – und Personen in der Stadtverwaltung, die sie anwenden.
Alle Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung zur Morgenstadt Werkstatt NEO in Ulm finden Sie hier: https://www.morgenstadt.de/de/veranstaltungen/werkstatt- 2022.html.

Unterstützung für Einstein Motorsport
Die initiative.ulm.digital unterstützt auch in diesem Jahr als Gold- Sponsor das Team des Einstein Motorsport der Technischen Hochschule Ulm (THU).

Weitere Zusammenarbeit mit dem Verschwörhaus
Nach den personellen Veränderungen in der Leitung des Verschwörhauses befiWeitere Zusammenarbeit mit dem Verschwörhaus ndet sich der Vereinsvorstand in konstruktiven Gesprächen mit den Ehrenamtlichen. Das einzigartige und innovative Projekt Verschwörhaus soll weiterhin unterstützt und gefördert werden. Wie, wird in weiteren Gesprächen geklärt.

Skiausfahrt nach Flims/Laax
Der Verein bietet am 17. und 18. März eine Skiausfahrt nach Flims/Laax in der Schweiz an. Anmeldungen nimmt Frank Kargl bis 15.3.2022 unter frank.kargl@uni-ulm.de entgegen.

Klausurtagung am letzten Wochenende im Mai
Die Klausurtagung des Vorstands mit Gästen ist am letzten Wochenende im Mai, am 31. Mai/1. Juni geplant. Der Ort wird noch festgelegt. Vorbereitung und Agenda der Klausurtagung erfolgt nach der Wahl des neuen Vorstands.

Mitgliederversammlung am 3. Mai
Die diesjährige Mitgliederversammlung findet voraussichtlich am 3. Mai im Haus der Donau in der Kronengasse in Ulm statt. Nach derzeitigem Stand kann die Versammlung als Präsenzveranstaltung organisiert werden. Anregungen zur Tagesordnung, Anträge und Vorschläge für die Besetzung des Vorstands für die anstehenden Neuwahlen können unter antonija.scheible@swu.de und cc an heribert.fritz@uno-services.net gesandt werden.


Ulmer LoRaWAN und mehr auf der Expo in Dubai

Vereinsvorsitzender Herbert Fritz besuchte mit seiner Familie die Expo in Dubai und natürlich auch den Pavillon von „The Länd“ mit den Hinweisen zum Thema „Smart City“, mit denen der Weg der Stadt Ulm ins digitale Zeitalter interaktiv als machbar und innovativ dargestellt wird. Auch die Ulmer LoRaWAN-Initiative wird dort ansprechend präsentiert. Ulm war vom Fraunhofer Institut, das die Stände im Pavillon organisiert und vergeben hat, als einzige baden-württembergische Stadt ausgewählt worden. Eine besondere Überraschung für die Besucher aus Ulm: Für den kleinen Hunger und „Snack to go“ liegen auf der Expo in Dubai die bewährt leckeren Knabbereien von Seeberger aus.

Smart City-Forum in Neu-Ulm
Am 21. April findet von 18:00 – 20:00 Uhr im Großen Saal des Kultur- und Tagungszentrums Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm das Smart City Forum statt.
Für die Keynote konnte die Stadt Neu-Ulm die kreative Trendsetterin, Bildungsquerulantin und Zukunftsforscherin Dr. Anja C. Wagner gewinnen. Sie wird uns Handlungsräume für die smarte Stadt der Zukunft aufzeigen. Anschließend wird die Stadt Neu-Ulm die inhaltlichen Schwerpunkte ihrer Smart-City-Strategie präsentieren. Einige der 70 konkreten digitalen Projektideen, die seit dem Start der Öffentlichkeitsbeteiligung im Herbst 2021 bei der Stadt eingegangen sind, werden vorgestellt und diskutiert.
Alle Interessierten aus der Doppelstadt und der Region sind herzlich zu dieser Präsenzveranstaltung mit Networking-Gelegenheit eingeladen. Der Eintritt ist frei. Alternativ kann die Veranstaltung auch per Livestream verfolgt werden. Aktuelle Informationen zum Neu-Ulmer Smart City Forum, auch zu den dann geltenden pandemiebedingten Einlassbestimmungen, finden Sie auf der Website https://www.wir-leben-neu.de/ sowie auf den Facebook- und Instagram-Kanälen der Stadt Neu-Ulm.

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