Großandrang im Stadthaus: Mit ihrer dritten Jahresveranstaltung hat sich  die Initiative.ulm.digital endgültig in der Ulmer Stadtgesellschaft etabliert. Der große Saal mit mehr als 400 Besuchern überfüllt, die Generalthemen Internet der Dinge und Künstliche Intelligenz elektrisierend, die Hauptreferentin Andrea Martin eine große Nummer in der Branche. Sie ist seit drei Jahren Chief Technology für IBM in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

„Es geht nicht um Mensch gegen Maschine, sondern darum, dass Mensch und Maschine das Beste für den Menschen erreichen.“ So lautete eine der Botschaften von Andrea Martin im Stadthaus. Sie sagte an dem Tag, an dem sich die Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland zum hundertsten Mal jährte, dass künstliche Intelligenzen in absehbarer Zeit so selbstverständlich sein werden, wie heutzutage in der zivilisierten Welt das Recht der Frau zu wählen und gewählt zu werden.

Dass der Andrang im Stadthaus so groß und das Sitzfleisch der Besucher so ausgeprägt waren, dürfte nicht zuletzt an eben dieser Referentin gelegen haben. Ist Andrea Martin doch nicht nur Managerin in einem Weltkonzern und damit der lebende Beweis dafür, dass Frauen es bis ganz an die Spitze schaffen können. Sie gehört als Sachverständige auch der Enquete Kommission an, die den Bundestag in Fragen der Künstlichen Intelligenz berät, in der Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier die ehrgeizige Zielsetzung ausgegeben hat: Deutschland soll sich bei der Künstlichen Intelligenz an die Weltspitze setzen.

Die  durch ihre Mitarbeiterin, die IT-Spezialistin Svenja Laing ergänzte Keynote Martins war an das Ende des gut zwei Stunden währenden Vortragsmarathons gelegt worden. Und alle im Saal harrten geduldig aus. KI, künstliche Intelligenz, was ist das eigentlich? Jedenfalls, sagte Martin, „nicht das eine System, das man sich kaufen und in den Keller stellen kann“. Vielmehr sei KI die Summe von Fähigkeiten, Wahrnehmungen, „von Verstehen und Schlussfolgerungen daraus ziehen“. Künstliche Intelligenz solle nicht den Menschen ersetzen, sondern ihm zu Erkenntnisgewinnen verhelfen, um bessere Entscheidungen treffen zu können; und zwar durch das Verarbeiten riesiger Datenmengen, „die der Mensch mit seinem kleinen Gehirn nicht schafft“.

Ethik und Moral dürften dabei nicht unter die Räder geraten, sagte Martin. Es gehe darum, Mehrwerte für Menschen zu schaffen, durchaus auch für Unternehmen, aber vor allem für  die Kunden dieser Unternehmen. Martin sieht in ethische Massstäben, die sich Staaten setzen, auf lange Sicht einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Ländern, in denen die Verwendung von Daten vorbehaltlos kommerzielle Zwecken unterworfen wird.

Dieser ethische Hintergrund war  auch in den vorangegangenen Grußworten und Vorträgen der Vorstands- und Beiratsmitglieder der Digital-Initiative immer wieder angesprochen worden. Ob Uni-Präsident Professor Michael Weber, Uni-Professor Frank Kargl, ob Andreas Buchenscheit, Björn Semjan, Gerhard Gruber oder Antonia Scheible – ein gemeinsamer Tenor lautete: Vorausgesetzt, Daten-Sicherheitsbestimmungen werden eingehalten, müsse sich  niemand fürchten vor der Digitalisierung und dem Internet der Dinge. Dessen Markenkern sei es, menschliche Fähigkeiten mit denen von Maschinen zu koppeln zum Nutzen des Menschen und seiner Umwelt. Das Internet der Dinge könne  zum Beispiel über Verkehrszählungen und Parkplatzerfassungen in Echtzeit für optimalere Parkplatzauslastungen und damit für weniger Parkplatzsuchverkehr sorgen, was die Feinstaubelastung  verringere; es könne zeitnah die Wasserqualität in Badeseen messen; es könne dem Stadtwerke-Kunden tagesaktuell die Daten über seinen Strom- oder Wasserverbrauch liefern. Womit nur einige wenige der vielen, an diesem Abend vorgeführten Beispiele genannt sind.

Eine tragende Säule des Internets der Dinge in Ulm ist die Funktechnologie LoRaWAN, die dank der Digital-Initiative und dessen Vorstandsmitglied Andreas Buchenscheit inzwischen stadtweit  verfügbar ist. Jüngste Coups: ein Gateway auf dem Turm des Ulmer Münsters und die Grenzüberschreitung nach Neu-Ulm. Der Neu-Ulmer OB Gerold Noerenberg, wie der Ulmer OB Gunter Czisch Beirat und Schirmherr der Initiative.ulm.digital, jedenfalls berichtete im Ulmer Stadthaus freudig: „LoRaWAN findet den Weg über die Donau. Der erste Gateway-Standort am Donaubad ist im Werden.“

Nun ist die Initiative noch kaum drei Jahre alt. Aber der eingetragene Verein ist angekommen in der Mitte der Stadtgesellschaft. Das hat diese dritte Jahresveranstaltung eindrucksvoll bewiesen. Im Stadthaus war nicht nur auch der allerletzte Platz besetzt, einige der mehr  als 400 Besucher mussten mit Stehplätzen vorlieb nehmen. Mehr als 200 Unternehmerinnen und Unternehmer waren unten den Gästen, dazu konnte Vereinsvorsitzender Heribert Fritz Repräsentanten der Hochschulen, der Bildungsinstitute, der Polizei, der Kirchen begrüßen.

Den Abend moderierte im Übrigen in Jakob Pietron ein Vertreter jener Generation, für die die Digital-Initiative den „Nährboden in Ulm/Neu-Ulm“ (Fritz) mit bereiten möchte: nämlich junge Talente aus der IT-Welt und der Welt der Digitalisierung, die in der Region  gehalten oder hierher gelockt werden sollen. Pietron gehört als Informatik-Doktorand zu diesen auf dem Markt begehrten Talenten.

Kluge Köpfe in Ulm/Neu-Ulm zusammenzubringen, „um neue Lösungen zu finden, von denen alle Bürger profitieren und die unsere Prosperität sichern“ – darin sieht der Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch den Sinn und Zweck des überdurchschnittlichen Engagements der Stadt Ulm in Fragen der Digitalisierung. 

Stadthaus, Jahresveranstaltung Initiative Ulm Digital 2018

Stadthaus, Jahresveranstaltung Initiative Ulm Digital 2018

Stadthaus, Jahresveranstaltung Initiative Ulm Digital 2018

Stadthaus, Jahresveranstaltung Initiative Ulm Digital 2018

Stadthaus, Jahresveranstaltung Initiative Ulm Digital 2018

Stadthaus, Jahresveranstaltung Initiative Ulm Digital 2018

Andrea Martin, Chief Technology Officer (CTO) IBM Deutschland, Österreich und die Schweiz, war die Hauptreferentin auf der Jahresveranstaltung der inititative.ulm.digital. Im Interview beantwortete sie ein paar drängende Fragen zur Künstlichen Intelligenz.

Frau Martin, mit welchen Fragen zur Künstlichen Intelligenz werden sie am häufigsten konfrontiert?
Martin: Zum einen, was darunter eigentlich zu verstehen ist und wohin es mit der künstlichen Intelligenz geht. Zum anderen damit, wie sich die ethischen und moralischen Fragen lösen lassen.

Ihre Antworten lauten wie?
Martin: Zum ersten, dass es nicht das eine KI-System gibt, das man sich kaufen kann. Hinter Künstlicher Intelligenz verbirgt sich ein Blumenstrauß von Chancen und Möglichkeiten, um mit Hilfe der Kommunikation und der Datenverarbeitung durch Maschinen zu Schlussfolgerungen und Problemlösungen zu kommen. Es geht also nicht um Mensch gegen Maschine, sondern darum, dass die Maschine dem Menschen hilft, diese Lösungen zu finden.

Wie nimmt man dem Menschen sein Bauchgrimmen, seine Angst davor, Untertan der Maschine zu werden?
Martin: Das, genau, ist die ethisch-moralische Dimension, die Herausforderung, deutlich zu machen, dass die Maschine zum Beispiel Datenmengen verarbeiten kann, die das menschliche Gehirn überfordern. Der Maßstab in zivilisierten Gesellschaften ist dabei nicht die Gewinnmaximierung. Der Maßstab ist, dass Lösungen dem Menschen dienen und dass Daten nicht hemmungslos für kommerziellen Zwecke ausgeschlachtet werden.

Was ist Ihre Rolle in der Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz – Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche, soziale und ökologische Potenziale“ des Deutschen Bundestags?
Martin: Wir beraten die Politik in diesem sehr umfassenden Fragenkomplex. Es geht um eine Strategie für die Bundesrepublik und um die Vorgehensweise, an welchen Stellen uns die Künstliche Intelligenz weiterhilft, welche Potenziale in KI stecken und welche Chancen sich daraus für Deutschland und seine Unternehmen ergeben.

Nennen Sie ein Beispiel.
Martin: Die Unternehmen müssen auf dem Erkenntnisweg unterstützt werden, was die Digitalisierung für sie bedeutet und welches Potenziale sie aus der Digitalisierung schöpfen können. Den bei uns üblichen sensiblen Umgang mit Daten sehe ich als Vorteil an. Am Ende werden sich Systeme durchsetzen, in denen Datenschutz und Künstliche Intelligenz zusammenpassen.

Digitale Impulse im Schnelldurchlauf von Entscheidern und Firmenchefs

Erfolgreicher Start der neuen Vortragsreihe „10 x 10 digital.konkret“ des Vereins „initiative.ulm.digital“. In der Kundenhalle der Sparkasse Ulm referierten regionale Firmenchefs und Entscheider vor knapp 250 Zuhörern in einem kurzen Vortrag von zehn Minuten darüber, was konkret in ihrem Unternehmen im Rahmen der digitalen Transformation geschehen ist – und geschieht.

Gerhard Kaminski, Geschäftsführer der Schwenk Zement KG, betonte in seinem Impulsvortrag, sein Unternehmen beschäftige sich „seit Jahrzehnten mit digitalen Lösungen“. Als aktuelle Beispiele nannte er Weiterbildung der Mitarbeiter durch E-Learning, die Orthografie im Steinbruch per Drohne, autonom fahrende Lastwagen im Steinbruch und natürlich digitale Vertriebskanäle für die Kunden. Grundsätzlich versuche die Schwenk Zement AG durch die Digitalisierung Prozessabläufe zu vereinfachen und dadurch den Mitarbeitern „mehr Freiräume zu ermöglichen“. Wichtige Hausaufgaben für die Unternehmensleitung  seien im Zusammenhang mit der digitalen Entwicklung die Arbeitsatmosphäre und der Kulturwandel im Betrieb, so Kaminiski.
Ralph Ehmann, Geschäftsführer der IWL AG, beschrieb die Umstellung auf Cloud-Lösungen und den Abbau von Hardware in seinem Unternehmen. Laut Ehmann „entstand dadurch eine dramatisch verbesserte Zusammenarbeit mit dem Kunden“. Allerdings habe die Umstellung deutlich länger gedauert als geplant. Seine Schlussfolgerung lautete daher: „Digitalisierung ist kein Projekt, sondern ein Prozess“.
Thomas Herrmann, Vorstand der ZwickRoell AG, wies auf die Entwicklung intelligenter Prüfmittel hin. So könne eine Insulin-Spritze heute auch Daten sammeln und übermitteln. Das Unternehmen in Ulm-Ersingen, das mit seinen Maschinen für Werkstoff- und Materialprüfung in 56 Ländern tätig ist („Es gibt kaum Materialien, die wir mit unseren Maschinen nicht kaputt bekommen“), arbeitet seit vielen Jahren mit Sensoren. „Die Prüfergebnisse müssen sicher sein“, betonte Thomas Heumann. Gleichzeitig fordert und fördert das Unternehmen die Fähigkeiten der Mitarbeiter in sogenannten Bootcamps. Hier haben Angestellte die Möglichkeit, fünf Tage außerhalb ihres Jobs und ihrer Abteilung „etwas ganz Neues oder Anderes entwickeln“ und können das Ergebnis auch den Kunden vorstellen.
Markus Kress, Inhaber und Geschäftsführer des in Neu-Ulm und Witten ansässigen Gartengeräteherstellers „Gloria“, erläuterte den Einsatz von digitalen 3 D-Druckern für die Produktion. „Die Innovationsgeschwindigkeit wird immer schneller“, so Kress, der kurzfristig für zwei verhinderte Referenten eingesprungen war. Mit Hilfe von 3 D Druckern gefertigten Prototypen, die auch den Kunden in die Hand gegeben werden, könne ein Hersteller ein Gerät sehr schnell und verhältnismäßig günstig testen, bevor er es auf den Markt bringt. „Richtig teuer wird dann erst die Serienproduktion“, erklärte Kress.
Harald Seifert, Inhaber und Geschäftsführer von Seifert Logistics, hob zunächst die Bedeutung der Logistik hervor, die die drittgrößte Branche in Deutschland ist. Seifert Logistics arbeite unter anderem mit 3 D Druck und Robotic und qualifiziere Mitarbeiter mit Trainings-Apps weiter. Eine Inventur-Drohne fliege an den Paletten vorbei und nehme den Barcode der Waren, die auf einer Fläche von 55 000 Quadratmetern lagern, auf. „Das ist eine andauernde Inventur“, sagte Seifert. Derzeit arbeite man außerdem a n einer virtuellen Lagerplanung. „Logistik ist sexy“, so Seifert zum Abschluss seines kurzen Vortrags.Inter ne Prozesse beschleunigen und den Service für die Mitglieder verbessern. Das sind die Ziele der Digitalisierung der IHK, erläuterte Otto Sälzle, Hauptgeschäftsführer der IHK. Die knapp 50 000 Mitglieder ergeben große Datenmengen. „Der Datenschutz ist sehr wichtig“, so Sälzle. Mit der Digitalisierung könnten interne Prozess auch neu ausgerichtet werden. Für die Mitarbeiter werde die Beratung mit einer „IHK-Akademie digital“ intensiviert. E-Payment sei künftig möglich und schon jetzt hätten 40 Prozent der Mitglieder die IHK-Gremien online gewählt, informierte Sälzle die Zuhörer.
Ob in einer der 71 Filialen, am Telefon oder über das Internet – die derzeit rund 1100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse Ulm sollen für die Kunden immer ein verlässlicher Partner sein, sagte Sparkassenchef Dr. Stephan Bill.  „Wir sind für unsere Kunden über denjenigen Kommunikationsweg erreichbar, den sie bevorzugen. Egal, ob persönlich in unseren Filialen, telefonisch oder digital“. Was das heißt, verdeutlichte Dr. Stephan Bill, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Ulm,  anhand einiger Zahlen: Derzeit gibt es rund 80 500 Online-Banking-Konten, rund 22 200 Menschen nutzen aktiv die Sparkassen-App sowie 10 Millionen Besuchen ihre Internetfiliale. Im Kundenservicecenters „S-Direkt“ der Sparkasse Ulm wurden im vergangenen Jahr 3674 E-Mails bearbeitet, 176 295 Telefonate entgegengenommen und 3 122 Online-Berater-Chats geführt. Als moderner Finanzdienstleister investiert die Sparkasse Ulm sowohl in ihre Präsenz vor Ort als auch in den Ausbau digitaler Angebote. Die Digitalisierung sieht Bill als große Chance, dem Kunden dank neuer Kommunikationswege noch bessere und einfachere Lösungen bieten zu können. „Wir schaffen so noch engere und schnellere Verbindungen zu den Kunden“.
Die Internetfiliale der Sparkasse Ulm sei „multibankfähig“, was die problemlose Integration anderer Online-Banking-Konten ermöglicht. Der eSafe garantiere Sparkassen-Kunden einen einfachen Zugriff auf digitale Dokumente, die nach deutschem Datenschutzstandard sicher auf deutschen Servern gespeichert werden.  Auch die Geldsendefunktion von Handy zu Handy namens „Kwitt“ werde weiter ausgebaut.
Mittels „Instant Payment“ kann man Überweisungen in Echtzeit transferieren und dank NFC-Technologie bargeld- und kontaktlos bezahlen. „Die Sparkassenkunden können problemlos und einfach mit dem Handy auch im Supermarkt bezahlen. Sie müssen nur das Handy an den Scanner halten“, erklärte Dr. Stephan Bill, der die Sparkassen-Kundenhalle für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt und somit für den gelungenen Rahmen gesorgt hatte.
Den Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch treibt die Frage an: „Wie können wir die Stadt mit digitalen Techniken lebenswerter machen“.  Allerdi ngs empfänden rund 20 Prozent der Menschen „die Digitalisierung als bedrohlich“. „Auch diese Bürger gehö ; ; ; ren zur Stadt“, sagte er. Um e Berührungsängste abzubauen, veranstalte die Verwaltung  so genannte Bürgerwerkstätten, in denen die Mitbürger über den Wandel informiert würden, aber auch mitarbeiten könnten. „Wir müssen die Leute mitnehmen& ;ldquo ;. Die Stadt Ulm verfolge eine „Digitalisierungsstrategie“. Neben dem Pilotprojekt „Verschwörhaus“ arbeiten in einem Büro Nerds, Beamte und Vertreter der Universität an digitalen Projekten und Strategien. Es gehe auch um neue Unternehmen und neue Strategien. Maßgeblich sei, so Czisch: Die Projekte müssen offen sein und die Bürger sollen daran teilhaben können. Es soll kleine Lösungen geben und Nachhaltigkeit und Umweltschutz müssen berücksichtigt werden. „Car2go ist weg“, sagte der Oberbürgermeister und kündigte fast nebenbei an: „Dann machen wir es eben selber“. Beispielsweise mit den Stadtwerken, die laut Czisch künftig mehr Mobilitätsanbieter, denn Energieanbieter sein werden.  Die Digitalisierung, dazu zählt auch der geplante Ausbau des Glasfasernetzes in der Innenstadt, sei aktive städtische Wirtschafts- und Standortpolitik, so der Rathauschef. „Wir wollen Steuereinnahmen. Diese bekommen wir aber nur, wenn es den Unternehmen gut geht“, sagte Czisch unter großem Beifall.
Einen nachdenklichen Schlusspunkt setzte Professor Dr. Frank Kargl. Der frühere Dekan für Informatik der Universität Ulm machte auf die Folgen der zunehmenden Digitalisierung aufmerksam. „2025 werden in Deutschland Computern mehr Arbeitsstunden verrichten als Menschen“. Laut Kargl entwickelt sich auch das Thema Künstliche Intelligenz rasant.   Die Technik übernehme immer mehr Entscheidungen. „Was bedeutet das für die Gesellschaft oder die Demokratie?“ Fragte er. In den USA würden bereits Algorithmen für Gerichte die Rückfallquoten von Straftätern oder in Hospitälern anhand von Krankenakten- und daten die Chancen einer Operation berechnen. „Was macht das mit unserer Ethik?“ fragte Kargl. Man benötige deshalb dringend eine  „Technologiefolgenabschätzung“. Wichtig sei es, dass bereits im IT-Studium auch ethische Fragen behandelt würden. Ein Anfang sei, dass an der Uni Ulm der Studiengang Informatik zusammen mit dem Fach Psychologie angeboten werde, sagte Kargl unter großen Beifall zum Abschluss der ersten, interessanten und abwechslungsreichen  Vortragsreihe 10 x 10 digital.konkret des Vereins „initiative.ulm.digital“.
„Es waren konkrete, offene und informative Einblicke in die Unternehmen und in deren Digitalstrategien“, freute sich Heribert Fritz, Vorsitzender des Vereins „initiative.ulm.digital“, über die gelungene Veranstaltung. Weitere Vortragsabende, beispielsweise auch mit dem Schwerpunkt, wie sich die digitale Entwicklung auf das Privat-und Familienleben auswirkt,  sind laut Fritz geplant.
Neben der Sparkasse Ulm, die die passende Location für unsere Vortragsreihe zur Verfügung gestellt hat und dies auch weiterhin tun wird,  haben dankenswerterweise die Unternehmen gastromenü (Catering), Maurer Veranstaltungstechnik (Ton und Technik)  und SHS Sicherheit & Service (Eingangskontrolle) sowie der Band Al Jovo mit der Sängerin Lea Knudsen unsere Veranstaltung hervorragend unterstützt.

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